Heimatforscher tagen am Kiekeberg: Von Freibädern bis Kriegsschäden im Landkreis Harburg

55 Heimatforscherinnen und Heimatforscher kamen zur Jahrestagung ins Freilichtmuseum am Kiekeberg. Foto: FLMK
55 Heimatforscherinnen und Heimatforscher kamen zur Jahrestagung ins Freilichtmuseum am Kiekeberg. Foto: FLMK

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Seevetal/Rosengarten/Ehestorf. Wie prägten Freibäder, Schullandheime und Stadtparks die Region? Mit solchen Fragen beschäftigten sich 55 Heimatforscherinnen und Heimatforscher am vergangenen Samstag im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung im Landkreis Harburg bot Raum für den Austausch über aktuelle Projekte und Forschungsvorhaben.

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Sieben Vorträge beleuchteten unterschiedliche Aspekte der Regionalgeschichte. Die Themen reichten von der Gesundheitsversorgung über die Freizeitgestaltung bis hin zu den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs. Der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg unterstützte die Veranstaltung. 

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Stefan Zimmermann erklärte den veränderten Blick der Heimatforschung. „Heimatforschung blickt heute nicht mehr nur auf Ereignisse, Orte und ihre Chronologie”, sagte er. „Sie untersucht immer mehr auch den Alltag der Menschen und bezieht unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven ein, darunter die von Zugezogenen und Migrantinnen.” Zimmermann stellte den Bau von Turnhallen und Freibädern in den ersten Nachkriegsjahrzehnten vor.

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Vom Sanatorium bis zum Maler

Dieter Maretzki sprach über die Geschichte des ehemaligen Jesteburger Lungensanatoriums „Heidehaus” von 1912 bis 1966. Dr. Jörn Lindner betrachtete die Schullandheime im Süderelberaum. Ute Schwermer-Vietheer erinnerte an den Landschaftsmaler Willy Kittel und stellte sein Leben und Werk vor. Die Beiträge zeigten, wie sich Gesundheitsversorgung und Freizeit im 20. Jahrhundert entwickelten.

Weitere Vorträge widmeten sich anderen Themen der Regionalgeschichte. Jens Versemann berichtete über die Zinnhütte in Tostedt. Günter Wincierz erzählte die Geschichte des Stadtparks Harburg an der Außenmühle ab 1926. Katrin Lembke-Schlaaff sprach über Kriegssachschäden und deren Entschädigung zwischen 1939 und 1945 am Beispiel der Ortschaft Horst.

Blick hinter die Kulissen

Zum Abschluss erhielten die Tagungsgäste bei einer Führung durch die Magazine des Museums Einblicke in die Sammlungstätigkeit und Objektpflege im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung findet jährlich an einem anderen Ort im Landkreis Harburg statt. (dh)

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