
Seevetal/Hittfeld. Mitglieder des Kreistagsausschusses für Kreislaufwirtschaft und zur Atomendmülllagersuche haben sich bei der Firma Otto Dörner Kies und Deponien in Seevetal über moderne Recyclingtechnologie informiert. Vor ihrer jüngsten Sitzung warfen die Ausschussmitglieder einen Blick hinter die Kulissen der ORCA-Anlage. Peter Adler und Simon Gühlsdorf erläuterten die Nassklassierungsanlage und beantworteten die Fragen der Besucher.
Was früher oft nur im Straßenbau verwendet wurde, ist in Wirklichkeit eine wertvolle Ressource. Die ORCA-Anlage ermöglicht es, mineralische Bau- und Abbruchabfälle durch Sortier- und Waschschritte zu recyceln. So entstehen wieder hochwertige Baustoffe.
Mit der Einweihung von ORCA vor eineinhalb Jahren machte die Firma Dörner einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiges Bauen und Ressourcenschonung. Die Anlage ermöglicht eine tiefgehende Aufbereitung mineralischer Bau- und Abbruchabfälle mittels Nassklassierung. Selbst komplexe Stoffgemische können in ihre Bestandteile zerlegt werden.

120.000 Tonnen pro Jahr
In der Recyclinganlage können jährlich rund 120.000 Tonnen Gesteinsmaterial in hoher Qualität zurückgewonnen werden. Das Material eignet sich für den Einsatz in der Betonproduktion. Ein geschlossener Prozesswasserkreislauf sorgt für einen ressourcenschonenden Betrieb.
Die innovative Anlage nutzt bereits bestehende Infrastruktur des Kieswerks in Hittfeld. Durch die Nassklassierung werden die aufbereiteten Baustoffe vollständig in den Kreislauf zurückgeführt. (dh)














