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Seevetal. Zwei kleine Kätzchen haben es nicht geschafft. Trotz intensiver tiermedizinischer Versorgung überlebten die beiden Kitten aus dem spektakulären Katzenfund in Seevetal vom Juli nicht. Doch für 48 weitere Tiere aus dem Fall gibt es nun eine positive Wendung: Sie haben die vergangenen Wochen in Tierheimen gut überstanden und können jetzt an neue, verantwortungsvolle Halter vermittelt werden.
Anfang Juli hatte die Polizei in einem Seevetaler Wohngebiet 60 Katzen in einem Auto mit Anhänger entdeckt. Ein aufmerksamer Zeuge hatte das verdächtige Fahrzeug gemeldet. Die Beamten fanden zehn Transportboxen mit Katzen im Wagen, weitere 50 Tiere in Boxen im abgedeckten Anhänger. Viele der Katzen wirkten ungepflegt und gesundheitlich beeinträchtigt.
Das Veterinäramt des Landkreises Harburg stellte alle Tiere aus tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen sicher und verteilte sie auf Tierheime in der Region. Von den 60 Katzen starben zwei Kitten trotz aller Bemühungen. Zehn weitere Tiere hatten bereits vor der Sicherstellung konkrete Übernahmevereinbarungen, die zuständigen Veterinärämter prüften die vorgesehenen Halter. Diese Katzen leben mittlerweile bei ihren neuen Besitzern. Das Veterinäramt des Landkreises Stade sprach gegen die Person, bei der die Tiere aufgefunden wurden, ein Betreuungs- und Haltungsverbot aus.
Intensive medizinische Versorgung in den Tierheimen
Die 48 zur Vermittlung freigegebenen Katzen der Rassen Britisch Kurzhaar, Britisch Langhaar, Exotic Shorthair und Maine Coon waren bei ihrer Sicherstellung verstört und erheblich gesundheitlich beeinträchtigt, teilte der Landkreis Harburg mit. Seither hat sich ihr Zustand deutlich verbessert. Alle Tiere sind mittlerweile kastriert, bei zahlreichen Katzen waren Zahnsanierungen erforderlich. Einzelne Tiere befinden sich weiterhin in Behandlung.
Nach Einschätzung des Veterinäramts wurde ein großer Teil der Katzen bislang überwiegend zur Zucht eingesetzt und hat wenig Erfahrung mit einer artgerechten Haltung. „Die Tiere brauchen Sicherheit, Zuwendung und Geborgenheit”, sagt Amtstierärztin Elisabeth Ellinghaus. „Viele der Katzen werden auch ein wenig Zeit brauchen, um sich an ihr neues, normales Zuhause zu gewöhnen. Die Tierhalterinnen und Tierhalter, die den Tieren einen wirklichen Neuanfang ermöglichen wollen, sollten daher unbedingt Geduld mitbringen.”
Drei Tierheime vermitteln die Rassekatzen
Die Katzen sind derzeit auf drei Einrichtungen verteilt: Im Tierheim Henstedt-Ulzburg leben 18 Tiere, im Tierzentrum Neu Wulmstorf 22 und im Tierheim Großhansdorf acht Katzen. Potenzielle Halter werden vor einer Vermittlung über die Besonderheiten des jeweiligen Tieres informiert. Bei einzelnen Katzen kann auch nach der Übernahme noch eine weiterführende tiermedizinische Behandlung notwendig sein. Die neuen Halter verpflichten sich in diesen Fällen, die Behandlung fortzuführen.
Für die Rassekatzen wird bei der Vermittlung ein Unkostenbeitrag von 250 Euro erhoben. Interessenten können Kennenlerntermine direkt mit den Tierheimen vereinbaren: Tierzentrum Neu Wulmstorf telefonisch unter 04168–9189563 oder per E‑Mail an info@tierzentrum-neu-wulmstorf.de, Tierheim Henstedt-Ulzburg unter 04193–91833 oder info@tierheim-henstedt-ulzburg.de sowie Tierheim Großhansdorf unter 04102–64111 oder webmaster@tierheim-grosshansdorf.de. Die eigentliche Vermittlung nimmt das Veterinäramt des Landkreises Harburg vor. Weitere Informationen gibt es unter www.landkreis-harburg.de/katzenvermittlung, Fragen beantwortet das Amt per E‑Mail an tierschutz@lkharburg.de. (JOTO)
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