Fünf Polizei-Tipps gegen Desinformation im Netz

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Seevetal. Wahlen, internationale Konflikte, politische Interessen: Falschmeldungen verbreiten sich rasant im Internet und transportieren oft versteckte radikale Botschaften. Die Polizei gibt fünf konkrete Tipps, mit denen Bürger Nachrichten prüfen und Desinformation erkennen können.

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Fake News sind falsche Informationen, die gezielt verbreitet werden, um Meinungen zu beeinflussen und gesellschaftliche Spannungen zu verstärken. Diese enthalten oft versteckt radikale Botschaften. Einzelpersonen oder Gruppen werden zu Sündenböcken erklärt und die Gerüchteküche im Netz aufgeheizt. 

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Falschnachrichten werden über Messengerdienste wie Telegram oder WhatsApp und soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und YouTube weiterverbreitet. Dort finden diese Aussagen und vermeintlichen Nachrichten anonyme Unterstellungen und Schuldzuschreibungen sowie teils fanatische Follower. Zunehmende verbale Gewalt und Hass im Netz führen schlimmstenfalls zu echter Gewalt und Vandalismus.

Besondere Vorsicht in Messenger-Gruppen

Die Polizei rät, sich nicht von Fake News verunsichern zu lassen. Bürger sollen die Richtigkeit der Angaben prüfen und nur seriösen Quellen vertrauen. Insbesondere in WhatsApp- oder Telegram-Gruppen gilt es, sich selbst Fragen zu stellen, um Nachrichten als falsch oder richtig herauszufiltern. Der Messengerdienst Telegram entwickelt sich nach Einschätzung der deutschen Sicherheitsbehörden zunehmend zu einem Medium der Radikalisierung.

Der erste Tipp der Polizei: Achten Sie auf die Quelle. Bürger sollen beispielsweise im Impressum überprüfen, wer hinter dem Inhalt steckt und wo der Ursprung der Meldung liegt. Der zweite Ratschlag lautet, nach Fakten zu suchen. Stimmt das, was behauptet wird? Sind die Informationen plausibel?

Bilder kritisch hinterfragen

Beim dritten Tipp geht es um Bilder: Sind die Fotos echt? Stimmt der Zusammenhang zwischen Foto und Text? Der vierte Ratschlag betrifft die Aktualität. Nutzen Sie eine Suchmaschine und suchen Sie unter „News” nach den Nachrichten, die Sie überprüfen möchten. So können Bürger nachschauen, ob die Aussagen überhaupt aktuell sind oder schon zu einem früheren Zeitpunkt im Umlauf waren.

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Der fünfte Tipp befasst sich mit dem Melden problematischer Inhalte. Inhalte, die Fake News oder Verschwörungsmythen enthalten, kann man direkt beim jeweiligen Onlinedienst als solche melden, damit sie gelöscht werden.

Bei Straftaten Polizei informieren

Bei strafbaren Aussagen sollten Bürger die Polizei informieren. (tj)

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