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Seevetal/Landkreis Harburg. Queerfeindliche Einstellungen nehmen zu: auf der Straße, in der Schule, am Arbeitsplatz und besonders im Netz. Für viele Menschen der LGBTQIA+-Szene ist es keine Selbstverständlichkeit, sich öffentlich zu küssen oder Hand in Hand durch die Stadt zu laufen. Der Arbeitskreis für Queere Jugendarbeit im Landkreis Harburg reagiert auf diese Entwicklung und richtete einen Workshop für Fachkräfte aus der sozialen Arbeit aus.
Angesichts abfälliger Blicke, Bemerkungen, Beschimpfungen und sogar Angriffen fällt vielen das Outing schwer. Im Internet nehmen die Bedrohungen und Beschimpfungen besonders stark zu. Der Workshop stellte deshalb die Fragen in den Mittelpunkt, wie man auf solche Angriffe reagieren kann und wie sich queerfeindliche Vorurteile im Netz erkennen lassen.
An der Veranstaltung mit dem Titel „Queerfeindlichkeit im Alltag und im Netz erkennen, einordnen und handeln” nahmen 38 Menschen teil. Darunter waren Schulsozialpädagoginnen und Schulsozialpädagogen, Fachkräfte aus der Jugendarbeit, aus dem Jugendamt und von pädagogischen Trägern.
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Netzwerk für queere Jugendliche stärken
Mareike Özdemir-Walter von der Abteilung Jugend und Familie der Kreisverwaltung zeigte sich zufrieden. „Unser Ziel als Arbeitskreis ist es, das Netzwerk für Queere Jugendliche im Landkreis zu erweitern und zu stärken, Menschen aufzuklären und zu sensibilisieren”, sagt sie. Mit der Veranstaltung sei man diesem Ziel wieder ein Schritt nähergekommen.
Als Referentin führte Ella Lassner von der Organisation HateAid durch den Workshop. HateAid unterstützt seit 2018 Betroffene von digitaler Gewalt, berät zu Präventionsmaßnahmen und hilft bei akuten Angriffen. Lassner gab den Teilnehmenden Tipps, wie sich Hassbotschaften im Internet erkennen lassen und welche Reaktionen möglich sind.
Fake News werden schwerer erkennbar
Neben der Wissensvermittlung gab es auch Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Die Fachkräfte berichteten von zunehmendem Hass im Netz. Besonders problematisch: Fake News werden immer besser gemacht und sind schwerer zu erkennen. (dh)
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