Seevetaler Schriften widmen sich der regionalen NS-Geschichte

Vorstellung der vierten Seevetaler Schriften: Angelika Tumuschat-Bruhn (Ratsvorsitzende Gemeinde Seevetal, von links), Adolf Staack, Arndt-Hinrich Ernst (Leitung Gemeindearchiv), Bürgermeisterin Emily Weede, Britt Köster, Christian Huland, Dr. Jörn Lindner (Gemeindearchiv), Kim Liza Wienecke, Ole Uecker und Prof. Norbert Fischer. Foto: Hamann
Vorstellung der vierten Seevetaler Schriften: Angelika Tumuschat-Bruhn (Ratsvorsitzende Gemeinde Seevetal, von links), Adolf Staack, Arndt-Hinrich Ernst (Leitung Gemeindearchiv), Bürgermeisterin Emily Weede, Britt Köster, Christian Huland, Dr. Jörn Lindner (Gemeindearchiv), Kim Liza Wienecke, Ole Uecker und Prof. Norbert Fischer. Foto: Hamann

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Seevetal. Der vierte Band der Seevetaler Schriften schlägt eine Brücke von der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zu aktuellen antidemokratischen Strömungen im Landkreis Harburg. Das Buch trägt den Titel „Erinnerung und Politik im Landkreis Harburg – von der Zeit des Nationalsozialismus bis heute”. Autorinnen und Autoren beleuchten in ihren Beiträgen unterschiedliche Aspekte von damals und heute.

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„Ein sehr gelungenes Buch”, sagt Bürgermeisterin Emily Weede. Es beinhalte ein großes Themenspektrum, sei wissenschaftlich fundiert und komme zur richtigen Zeit. Leider höre man wieder öfter, dass doch alles zum Nationalsozialismus gesagt sei, so Weede. Doch das Gegenteil sei der Fall: Über die Zeit im Süderelberaum sei zwar einiges, aber lange nicht alles gesagt und aufgearbeitet. Die Zahl der Zeitzeugen, die darüber berichten könnten, werde immer kleiner. 

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Die Seevetaler Schriften werden durch die Gemeinde Seevetal herausgegeben und vom Gemeindearchiv redaktionell betreut. Es ist der erste Sammelband der Reihe, für den sich Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Institutionen zusammengetan haben. Gemeinsam haben sie sich dem Gebiet des Landkreises Harburg zugewandt und Einzelaspekte während und nach der Zeit des Nationalsozialismus untersucht. Dabei reicht der Blick bis hin zu heutiger Erinnerungskultur und aktuellen antidemokratischen Strömungen in der Region.

Vielfältige Forschungsthemen

Bei der Buchvorstellung in der Bücherei Seevetal berichteten die Mitwirkenden Prof. Dr. Norbert Fischer von der Universität Hamburg, Ole Uecker vom Archäologischen Museum Hamburg sowie die Kulturwissenschaftlerin Britt Köster über ihre Beiträge. Die Themen reichen von der Rolle des bekannten Heimatforschers und NS-Funktionsträgers Wilhelm Marquardt über Glücksbringer alliierter Flugzeugbesatzungen im Zweiten Weltkrieg bis hin zum Wandel der Erinnerungskultur in Buchholz.

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„Wir freuen uns außerordentlich, den ersten wissenschaftlichen Sammelband in unserer Schriftenreihe zu veröffentlichen”, sagt Archivleiter Arndt-Hinrich Ernst. Dabei sei besonders die thematische Vielfalt der enthaltenen Beiträge hervorzuheben. Sein Kollege Dr. Jörn Lindner vom Gemeindearchiv betont: „Wir haben uns nicht nur mit der Zeit an sich, sondern auch mit der Erinnerung daran beschäftigt. Also mit der Art und Weise, wie von Ereignissen bis heute berichtet wird.”

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Das Buch beinhaltet zwölf Beiträge und hat einen Gesamtumfang von 236 Seiten. Es ist ab sofort online unter www.seevetal.de bestellbar sowie im Gemeindearchiv Seevetal im Helbachhaus in Meckelfeld und in örtlichen Buchhandlungen für 19 Euro erhältlich. Die ISBN lautet 978–3‑9823964–2‑2. Auf der Homepage der Gemeinde finden Interessierte auch alle weiteren Bände der Seevetaler Schriften. (tj)

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