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Seevetal/Hittfeld. Die Gemeinde Seevetal lädt für Freitag, 28. August, um 17 Uhr zu einer Begehung des Renaturierungsprojekts am Göhlenbach ein. Interessierte können sich vor Ort ein Bild davon machen, wie sich der bisher gerade Straßengraben in eine mäandernde Bachaue verwandelt. Die Begehung findet im Rahmen der Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Nördlich Göhlenbach statt.
Bereits Ende Juni hatten sich 18 Interessierte das Projekt im Rahmen der Woche der Natur der niedersächsischen Bingo Umweltstiftung angeschaut. Zum Zeitpunkt der Führung über die Großbaustelle herrschten 40 Grad im Schatten. „Die hohen Temperaturen passten einerseits ganz gut. Sie führten uns die Notwendigkeit von Projekten vor Augen, mit denen wir dem Klimawandel und Extremwettereignissen begegnen können”, sagt Bürgermeisterin Emily Weede. Andererseits sei es so heiß gewesen, dass viele Interessierte gar nicht hätten teilnehmen können. Daher habe man versprochen, eine weitere Begehung anzubieten.
Das Baugebiet Nördlich Göhlenbach wird nach dem Schwammstadtprinzip gebaut. Der bisher straßenbegleitende Göhlenbach wird zu einer mäandernden Bachaue mit wichtigen Aufgaben. Die Gemeinde hatte sich erfolgreich um Fördermittel aus dem Bundesförderprogramm Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel beworben.
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Durch die Renaturierung kann der Bach Regenwasser besser aufnehmen. Das Gebiet wird so unempfindlicher gegenüber Extremwetter wie Starkregen oder längeren Trockenphasen. Zugleich entsteht ein neuer Naturraum, der Lebensraum für Tiere und Pflanzen schafft, die Wohnqualität verbessert und zur Erholung einlädt.
Erste Veränderungen sind sichtbar
Derzeit fließt der Göhlenbach noch durch den Straßengraben. Sein neues, leicht geschwungenes Bachbett ist jedoch bereits vorhanden. Es hat eine V‑Form und kann deutlich mehr Wasser zurückhalten als der bisherige Graben. Unter der Erschließungsstraße des Neubaugebiets wurde inzwischen ein Kastendurchlass gebaut. Er ist so breit ausgeführt, dass ihn nicht nur der Bach, sondern auch kleinere Tiere passieren können.
Auch der Wall um die geplante Retentionsfläche ist schon zu erkennen. Diese Fläche nimmt Regenwasser aus dem Baugebiet auf, das langsam an den Göhlenbach abgegeben werden kann.
Keine Anmeldung erforderlich

Die Begehung begleiten Bürgermeisterin Emily Weede und Bauamtsleiterin Katrin Hilpert. Treffpunkt ist an der Ecke Am Göhlenbach/Meyermannsweg. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.seevetal.de/goehlenbach. Die Baumaßnahmen sind Teil eines Förderprojektes aus dem Bundesprogramm Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel. Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, vertreten durch das Bundesinstitut für Bau‑, Stadt- und Raumplanung. (dh)
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