Neues Kunst-Atelier in Harburg: Zwei Brüder aus Fleestedt dabei

Harburgs Bezirksamtsleiter Christian Carstensen (2.v.l.) kam zur Einweihung des "Atelier an der Elbe" und beglückwünschte Ralf Schwinge (3.v.l.), Kai Schwinge (rechts) und Niels Kreller zu ihren neuen Räumen. Foto: ein
Harburgs Bezirksamtsleiter Christian Carstensen (2.v.l.) kam zur Einweihung des "Atelier an der Elbe" und beglückwünschte Ralf Schwinge (3.v.l.), Kai Schwinge (rechts) und Niels Kreller zu ihren neuen Räumen. Foto: ein

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Seevetal/Fleestedt/Rönneburg. Statt Geschenken erbaten sich drei Künstler bei ihrer Atelier-Einweihung lieber Spenden für die Harburger Tafel. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 400 Euro kamen zusammen. Am Freitag, 26. Juni, feierten Stadtmaler Ralf Schwinge und Foto- und Videograf Kai Schwinge, beide aus Fleestedt, gemeinsam mit Kunsthandwerker und Journalist Niels Kreller die Eröffnung ihres Ateliers an der Elbe in der Kanzlerstraße 6 im Gebäude von Schüthe Druck in Rönneburg.

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Rund 80 Gäste aus Familie, Freundeskreis, Politik und Kultur waren zur feierlichen Einweihung der Werkstatt für Form und Bild gekommen. Unter den Besuchern befanden sich Harburgs Hafenbarde Werner Pfeifer, der Vorsitzende der Bezirksversammlung, Holger Böhm, Schlagerstar Peter Sebastian und Bezirksamtsleiter Christian Carstensen. 

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Der Bezirksamtsleiter lobte das neue kulturelle Angebot. In Harburg gebe es viele kulturelle Angebote vom Archäologischen Museum bis zur Kunst im öffentlichen Raum, sagte Carstensen. Durch das Team Schwinge-Kreller lasse sich nun auch in Rönneburg Kunst entdecken. Das freue ihn sehr und er wünsche den drei kreativen Harburgern ab sofort viele neugierige Gäste und viel Erfolg, sagte er.

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Die drei Künstler hatten ihre Gäste gebeten, zur Einweihung nichts mitzubringen. Sie hätten hier viele tolle Kunstwerke, und wenn ihnen etwas fehle, stellten sie es einfach her, sagten die drei augenzwinkernd. Stattdessen baten sie um Spenden für die Harburger Tafel. Das sei eine so wichtige Institution hier in Harburg, betonten sie. Vielen Dank an alle Spender, sagten die Künstler nach der erfolgreichen Sammlung.

Von der Skulptur bis zur Medaille

Ralf Schwinge und Niels Kreller arbeiten seit rund eineinhalb Jahren zusammen. Als erstes Projekt entwickelten sie die Harburg Skulptur Harburgensia, die im vergangenen Jahr als Bürgerpreis verliehen wurde. Es folgten Harburg Medaillen mit verschiedenen Motiven. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Harburger Stadtparks haben wir in diesem Jahr zwei Medaillen kreiert, berichtet Ralf Schwinge.

Als neueste Projekte haben die beiden Lichtbilder mit Harburg- und Hamburgmotiven entwickelt. Wir können aber jedes Bild in ein solches Lichtbild verwandeln, sagt Niels Kreller. Lichtbilder beziehungsweise Lithophane seien eine hervorstechende Art, Bilder zu präsentieren. Ein 3D-Relief werde gedruckt und dadurch entstehe das Bild mit Tiefenwirkung, erklärt er. Es wird von hinten angestrahlt, wodurch es eine besondere Präsenz erhalte, dass das Licht nicht wie bei einem normalen Bild reflektiert wird und dadurch an Intensität verliert, sondern direkt auf den Betrachter zukommt, sagt Kreller. Auch an den Hamburger Michel haben sich die beiden rangewagt und diesen als 3D-Lampe von innen beleuchtet hergestellt.

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Neben den Bildern von Stadtmaler Schwinge bietet Niels Kreller in seiner Hamburgischen Miniatur Manufaktur auch 3D-Kunsthandwerk an. Dazu gehören handbemalte 3D-Büsten und Figuren für Modelleisenbahnen von Personen sowie Lasergravuren jeder Art. Ralf Schwinge bietet in den Räumen zudem Malkurse und Workshops an.

Fotostudio mit analoger Dunkelkammer

Bei Gründung des Ateliers stieß noch Ralf Schwinges Bruder Kai dazu. Seine kunstvollen Fotografien und stilvollen Videos runden das Angebot des Ateliers an der Elbe ab. Er hat sich ein Fotostudio mit richtiger analoger Dunkelkammer im Atelier eingerichtet. Und so entstand aus der Tätigkeit aller drei der Beiname Werkstatt für Form und Bild. Das vereint alles, was wir drei hier machen, freuen sich die beiden Schwinges und Niels Kreller.

Zu trinken gab es unter anderem den neuen Harburg Wein in weiß und rot des Harburger Weinhändlers Lars Girard. Das Etikett dafür wurde von Ralf Schwinge entworfen. Der Wein ist in der Harburg Info in der Hölertwiete bei Harburg Marketing erhältlich.

In Zukunft wollen die drei regelmäßig Events in ihrem Atelier veranstalten. Mindestens, wenn wir etwas tolles Neues entwickelt haben, sagen sie. Aber auch sonst freuen sich die drei über interessierte Besucher. Wir sind ein offenes Atelier, betonen sie. (tj)

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