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Seevetal/Hittfeld. Filmreife Szenen im Hittfelder Hallenbad: Fünf Tage lang wird das Schwimmbad zur Kulisse für den neuen ARD-Fernsehfilm „Club der Frühschwimmerinnen”. Anja Kling, Annett Sawallisch, Aybi Era, Anne Schäfer und Justus Johanssen stehen in Seevetal vor der Kamera. In dem Film geht es um Freundschaft, Zusammenhalt und die Herausforderungen der Wechseljahre.
Die Mittagspause verbringt das Team auf dem Parkplatz der Burg Seevetal. Dort erzählen die Schauspielerinnen und der Schauspieler begeistert und offen von ihren Vorbereitungen. Era ist aus Buchholz und kennt Hittfeld gut. Sie hat dort einmal ein Praktikum im Kindergarten gemacht. „Das ist ein Heimspiel für mich! Schreib das auf!”, sagt sie.
Für den Film haben alle vier Schauspielerinnen den Schwimmstil Kraulen trainiert. Dafür hatten sie extra einen Schwimmtrainer. „Vorher hatte ich Seepferdchen. Als kleines Kind bin ich fast mal ertrunken und hatte wirklich Panik vor Wasser”, erzählt Era. Jetzt kann sie lange Strecken kraulen und findet es wunderbar, Körper und Geist im Wasser so in Einklang zu bringen. Kling hat insgesamt neun Mal mit einem Trainer geübt. Die Herausforderung war dann das Freiwasserschwimmen vor Fehmarn. „Aber da hatten wir den Wettergott auf unserer Seite und zum Glück kaum Wellengang”, sagt die Schauspielerin.
Johanssen spielt im Film den Bademeister und weist sofort auf die korrekte Bezeichnung hin. „Das kommt sogar im Film vor, dass es Fachangestellter für Bäderbetriebe heißt”, sagt er lachend. Kann er den Job empfehlen? Immerhin sucht die Gemeinde Seevetal Personal für die Schwimmbäder. „Ja”, findet der Schauspieler, „und zwar, weil man in einem Beruf, der mit Menschen zu tun hat, etwas bewirken und einen Unterschied machen kann.”
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Vier Freundinnen übernehmen einen Traum
Im Film geht es ums Schwimmen, aber nicht nur. Es geht auch um den Zusammenhalt von vier Frauen: Tanja, Bianca und Aynur sind keine Extremsportlerinnen, sondern Frauen mitten im Leben. Sie erkämpfen sich jeden Morgen im Schwimmbad eine kleine Auszeit. Dort treffen sie auf Sophie. Sie trainiert für ein fast unmögliches Ziel: Sie will den Fehmarnbelt durchschwimmen, für ihren verstorbenen Mann und ihren Sohn. Als Sophie aus gesundheitlichen Gründen aufgeben muss, treffen die drei Freundinnen eine ebenso absurde wie konsequente Entscheidung: Sie übernehmen ihren Traum. Mit jedem Kilometer wird klarer, dass sie dieses Ziel nur erreichen können, wenn sie sich selbst verändern.
„Das ist ein Film über Empowerment”, sagt Sawallisch. Schäfer ergänzt: „Diese Frauen im Film sind alle vor oder in den Wechserjahren. Das ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft sichtbar werden muss. Rund neun Millionen Frauen in Deutschland erleben diese Lebensphase gerade. Das Thema war für mich ein wichtiger Grund, beim Film mitzuwirken.
„Den Film dreht die Berliner Produktionsfirma good friends. „Dafür waren wir auf Fehmarn, in Hamburg und jetzt in Hittfeld”, erzählt Produzentin Ursula Pfriem. „Wir sind sehr dankbar, dass wir hier sein können. Das ist so ein schönes Schwimmbad. Das sieht auch im Fernsehen ganz toll aus und es ist gleichzeitig kein Luxusbad. Also genau richtig für unseren Film.” Tatsächlich war es der erste Vorschlag der Location Scouts, und die Produktionsfirma war sofort überzeugt.
Die Dreharbeiten in Hittfeld sind die letzte Station. Nach den fünf Tagen ist Drehschluss. „Ich hoffe, dass ich das Schwimmen weiter in meinen Alltag integrieren kann, vielleicht einmal in der Woche, das wäre toll”, sagt Sawallisch. Dann aber vermutlich im Schwimmbad. Vor Fehmarn kämpfte das Team mit Unmengen an Quallen. „Da musste ich die Augen zumachen beim Schwimmen”, erzählt Kling lachend. Das wird ihr in Hittfeld nicht passieren.
Der Film „Club der Frühschwimmerinnen” läuft voraussichtlich im kommenden Frühjahr in der ARD. Der Sendeplatz ist der Filmmittwoch im Ersten. (dh)
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