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Seevetal/Landkreis Harburg. Bei den Schiffsmotoren müssen die Teile exakt passen. „Da geht es um Tausendstelmillimeter”, machte Geschäftsführer Jan Michael Rentsch bei der Führung deutlich. Mit dieser Präzision ist die Firma MMS GmbH in Wenzendorf seit mehr als drei Jahrzehnten weltweit im Handel, Bau und Support von Schiffs- und Dieselmotoren erfolgreich. Doch das war nur einer von vielen Einblicken, die Besucherinnen und Besucher beim Tag der Wirtschaft erhielten.
Beeindruckend waren auch die gewaltigen Leitungen und Rohre bei der Firma Friedrich Vorwerk SER & Co. KG in Tostedt. Dass die Firma Wasserrohre mit gut 2,20 Meter Durchmesser verbaut, sorgte für Staunen bei den Teilnehmern.Dass Bauschutt keineswegs Abfall ist, erfuhren die Besucherinnen und Besucher bei der Führung bei Otto Dörner Kies und Deponien GmbH & Co in Seevetal. Dort erlebten sie die Recyclinganlage, die Bauschutt so sortenrein trennt, dass die einzelnen Komponenten anschließend problemlos wiederverwendet werden können.
Der Tag der Wirtschaft war ein voller Erfolg. Die Stabsstelle Kreisentwicklung, Wirtschaftsförderung und Mobilität der Kreisverwaltung richtete den Tag der offenen Unternehmen zum sechsten Mal aus. Nahezu 600 Besucherinnen und Besucher nahmen das Angebot von 17 Unternehmen an, die ihre Türen zu Betriebsbesichtigungen öffneten und den Blick hinter die Kulissen ermöglichten.
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Jugendliche lernen Berufsalltag kennen
Bei den Führungen erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie die Unternehmen funktionieren. Sie waren beeindruckt, welche Prozesse im Hintergrund ablaufen. Die Beschäftigten standen für Fragen zu Arbeitsabläufen und Berufsalltag zur Verfügung.
In den Sonderführungen für Schulklassen lernten mehr als 320 Jugendliche ab der 9. Klasse den Berufsalltag kennen und erhielten eine Entscheidungshilfe für die Berufsfindung. Sie konnten so vielleicht schon zukünftige Ausbildungsbetriebe kennenlernen und Kontakte knüpfen.
„Mit dem Tag der Wirtschaft machen wir die hohe Leistungsfähigkeit, die Innovationskraft und das breite Branchenspektrum des Wirtschaftsstandorts Landkreis Harburg sichtbar und erlebbar”, sagte Landrat Rainer Rempe zum Abschluss. Er dankte allen beteiligten Unternehmen, dass sie erneut ihre Türen geöffnet und den Besucherinnen und Besuchern spannende Einblicke in das Innenleben ihrer Betriebe, moderne Arbeitswelten und die Vielfalt der Berufsmöglichkeiten gegeben haben.
„Gerade unsere kleineren und mittleren Unternehmen sind das Rückgrat des starken Wirtschaftsstandorts Landkreis Harburg”, betonte der Landrat. Die Betriebe schaffen Arbeitsplätze, bilden Fachkräfte aus, investieren in Innovationen und tragen maßgeblich zur hohen Lebensqualität in der Region bei. Allein seit 2014 wurden über 20.000 neue Stellen geschaffen, deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt.
Zugleich hob Rempe die Attraktivität des Landkreises als Standort für Unternehmen hervor. „Der Landkreis Harburg bietet hervorragende Rahmenbedingungen für Unternehmen von Handel und Dienstleistung über Handwerk, Produktion und Gesundheitsweisen bis hin zu Hightech-Innovationen”, sagte er. Aber erst die Unternehmerinnen und Unternehmer selbst nutzen diese Bedingungen und wandeln sie in wirtschaftlichen Erfolg um. (dh)
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