
Seevetal. Ähnlich wie Menschen, die sich an heißen Tagen von unnötiger Kleidung befreien, werfen Bäume bei anhaltender Hitze und Trockenheit Äste ab, die sie nicht mehr versorgen können. Was zunächst ungewöhnlich klingt, ist ein natürlicher Überlebensmechanismus.
Die Bäume passen auf diese Weise ihre Blattoberfläche an die verfügbare Wassermenge an. Bei der Photosynthese verbrauchen Blätter Wasser. Weniger Blätter bedeuten weniger Wasserverbrauch und helfen dem Baum, die Trockenperiode zu überstehen.
Der Mechanismus dahinter funktioniert über den Zelldruck in den Holzfasern. Sinkt dieser durch Wassermangel, brechen die Äste ohne Vorwarnung ab. Dabei kann es vorkommen, dass ein belaubter und scheinbar gesunder Ast plötzlich aus der Krone herunterrauscht. Sowohl feine als auch dicke Äste können auf diese Weise abbrechen.
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Gefahr nicht vorhersehbar
Das größte Problem: Dieser sogenannte Grünastabwurf lässt sich weder vorhersagen noch verhindern. Egal wie häufig und regelmäßig ein Baum kontrolliert wird, der Zeitpunkt eines Grünabwurfs bleibt unkalkulierbar. Besonders Eichen, Pappeln, Buchen und Kastanien neigen bei Trockenstress zu diesem Verhalten.
Die Gemeinde Seevetal weist auf diese natürliche Gefahr hin und wünscht allen Seevetalerinnen und Seevetalern schöne, stressfreie Sommertage mit Möglichkeiten zum Abkühlen, wenn es zu heiß wird. (dh)
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