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Seevetal/Maschen. Die Gemeinde Seevetal lehnt die neuen Entwicklungspläne von Revitalis für Flächen an der Winsener Straße und Homsstraße in Maschen ab. Begründung: Entwässerungsprobleme. Gleichzeitig fragt die Verwaltung auf demselben Grundstück den Kauf eines Flurstücks für ein neues Feuerwehrgerätehaus mit rund 14.000 Quadratmeter Flächenversiegelung an. Die FDP-Fraktion sieht darin einen Widerspruch und fordert Aufklärung.
Bürgermeisterin Emily Weede (CDU) lehnt die Wohnbau- und Gewerbeansiedlungspläne von Revitalis mit einer doppelten Begründung ab. Das Grundstück an der Winsener Straße und Homsstraße lasse sich nicht vernünftig entwässern. Zudem sei die Verkehrssituation bereits jetzt auch durch das Aldi-Zentrallager in Stelle angespannt.
Die Verwaltung hat im August 2025 eine Preisanfrage für ein Flurstück hinter der Aral-Tankstelle gestellt. Dort könnte ein neues Feuerwehrgerätehaus für die Feuerwehr Maschen entstehen. Die Fläche umfasst etwa 14.000 Quadratmeter. seevetal-aktuell.de berichtete hier.
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Die FDP-Fraktion stellt die Frage: Hat das Grundstück nun ein Entwässerungsproblem oder nicht? Entwässerung sei keine politische Verhandlungsmasse, sondern eine technische Problemstellung, heißt es in einer Pressemitteilung der Fraktion. Entweder das Gebiet habe ein Entwässerungsproblem, dann gelte das für das gesamte Grundstück. Oder es habe keines, dann fehle der Ablehnung von Revitalis die Grundlage.
FDP kritisiert Informationspolitik der Verwaltung
Bemerkenswert sei zudem das Verfahren, kritisiert die FDP-Fraktion. Wieder erfahre die Kommunalpolitik offenbar erst über die Presse von Vorgängen, die längst verwaltungsintern liefen. Die Kommunalpolitiker seien nach der Kommunalverfassung die eigentlichen Entscheidungsträger für Bebauungsfragen dieser Größenordnung, nicht die Verwaltungsspitze allein. „Wenn die Bürgermeisterin wichtige Standortentscheidungen im stillen Kämmerlein trifft und der Rat aus der Zeitung erfährt, was in seiner Gemeinde geplant wird, ist das kein Einzelfall mehr, sondern inzwischen offenbar ein Muster”, sagt Jens Schnügger, FDP-Ratsmitglied.
„Wir haben uns nicht gefreut”
Bürgermeisterin Weede meldet sich nach der Berichterstattung von seevetal-aktuell.de zu Wort. Die Aussage, dass sich die Gemeinde Seevetal über die Vorstellung der Pläne für ein Rechenzentrum damals gefreut habe, sei unzutreffend. „Wir haben uns die Planung gemeinsam angesehen und schon gesehen, dass die Höhe des Rechenzentrums auch auf kritische Töne stoßen wird. Deshalb haben wir uns als Verwaltung entschlossen, ab diesem Stand die Planung an die Ortspolitik abzugeben”, sagt Weede.
Von der aktuellen neuen Planung wisse die Verwaltung nichts. „Seit der Vorstellung des Rechenzentrums bei uns haben wir keinen Kontakt mehr zu Revitalis”, erklärt Weede und ergänzt: „Wenn Revitalis Ideen hat, das Verkehrsproblem sowie die Entwässerung zu lösen, hören wir gern zu.”
FDP fordert vollständige Transparenz
Die FDP-Fraktion fordert jetzt die vollständige Transparenz über alle Gespräche und Vereinbarungen der Verwaltung mit Revitalis. Außerdem verlangt sie eine fachlich einheitliche Bewertung der Entwässerungs- und Verkehrssituation für das gesamte Areal an der Winsener Straße und Homsstraße. (tj)


















