Drei Landräte fordern wolfsfreie Zonen an Elbdeichen

Gemeinsam fordern (von links) die drei Landräte Kai Seefried, Rainer Rempe und Thorsten Krüger von Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte für den Küsten- und Hochwasserschutz wolfsfrei zu haltende Weidegebiete an den Deichen. Foto: Landkreis Harburg
Gemeinsam fordern (von links) die drei Landräte Kai Seefried, Rainer Rempe und Thorsten Krüger von Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte für den Küsten- und Hochwasserschutz wolfsfrei zu haltende Weidegebiete an den Deichen. Foto: Landkreis Harburg

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Seevetal/Landkreis Harburg. Die Landräte der Landkreise Harburg, Stade und Cuxhaven fordern wolfsfreie Weidegebiete entlang der Elbdeiche. Rainer Rempe (Harburg), Kai Seefried (Stade) und Thorsten Krüger (Cuxhaven) haben ein gemeinsames Schreiben an Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte geschickt. Immer wieder kommt es zu Wolfsrissen bei den Schafen, die für die Deichpflege unverzichtbar sind.

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Die drei Landräte betonen die besondere Bedeutung des Küsten- und Hochwasserschutzes für ihre Region. Rund 680.000 Menschen leben in den drei Landkreisen entlang der Elbe und ihrer Nebenflüsse. „Dieser kann nur gewährleistet werden, wenn sich insbesondere die Elbdeiche, aber auch die Deiche an den Nebenflüssen in einem sehr guten und damit wehrhaften Zustand befinden”, sagen die Landräte. Allein der Landkreis Harburg verfügt über eine rund 72 Kilometer lange Deichlinie. Die Hauptlast der Verantwortung tragen die drei Landkreise gemeinsam mit den Deichverbänden. 

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Schafe halten Grasnarbe kurz

Schafbeweidung gilt als beste Form der Deichpflege. Darin sind sich die Landkreise mit Küstenschutzexperten einig. Die Schafe halten die Grasnarbe kurz und festigen den Boden. Doch der Wolf macht den Deichschäfereien erhebliche Probleme. Besonders der Hüteaufwand steigt. Zudem entstehen Konflikte durch die Haltung von Herdenschutzhunden in stark touristisch geprägten Bereichen.

Nach einer Änderung des Bundesjagdgesetzes und der Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht können Weidegebiete ausgewiesen werden, in denen eine Ausbreitung des Wolfs aus übergeordneten Gründen nicht erwünscht ist. Die drei Landräte sehen im Küsten- und Hochwasserschutz einen solchen übergeordneten Grund. Dieser rechtfertige und mache es erforderlich, „wolfsfrei zu haltende Weidegebiete entlang der Elbdeiche und der Deiche der Nebenflüsse unverzüglich auszuweisen”, sagen sie.

Die Landräte fordern Ministerin Staudte und ihr Ministerium auf, die drei Landkreise bei der Ausweisung von Weidegebieten entlang der Deiche fachlich und politisch zu unterstützen. So könne das Land Niedersachsen einen Beitrag zur Sicherung des Küsten- und Hochwasserschutzes in der Elbe-Weser-Region leisten. (dh)

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