Jugendliche gestalten Anti-Vape-Plakate für Schulen im Landkreis

Anja Quast (links) und Jessica Werner von der Kreisjugendpflege stellen die Plakate vor, die Jugendliche für einen Alltag ohne das Vapen sensibilisieren. Foto: Landkreis Harburg
Anja Quast (links) und Jessica Werner von der Kreisjugendpflege stellen die Plakate vor, die Jugendliche für einen Alltag ohne das Vapen sensibilisieren. Foto: Landkreis Harburg

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Seevetal/Landkreis Harburg. Sie sind fruchtig süß wie eine Erdbeere, erfrischend wie Minze und haben keinen überriechenden Nikotinqualm. E‑Zigaretten locken mit Aromen und sind gerade bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Doch so harmlos das Vapen scheint, so gesundheitsschädlich ist es. 

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Die Kreisjugendpflege des Landkreises Harburg startet daher im Rahmen der Präventionsarbeit und des Jugendschutzes die Aktion #Unvaped. Viele Jugendliche haben sich an einer Plakataktion beteiligt und Slogans oder sogar ganze Plakate für einen Alltag ohne Vapes entwickelt. Drei Vorschläge hat die Kreisjugendpflege nach einer öffentlichen Abstimmung ausgewählt und drucken lassen. Sie werden nun in den Schulen des Landkreises aufgehängt. 

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Die Botschaft ist eindeutig. „Frische Luft braucht kein Aroma” heißt es auf einem der DIN-A3 großen Blätter. Die Achtklässlerin Laura Becker hat sich damit besonders viel Mühe gegeben und Kreativität bewiesen. Die 13-Jährige aus Buchholz hat nicht nur ein Bild oder einen Slogan entwickelt, sondern gleich das komplette Plakat gestaltet. Der Spruch „Babe, don’t vape – ich bin Krebs!” warnt auf einem anderen Plakat. „Du brauchst kein Vape – dein Leben ist schon komisch genug” lautet der dritte Slogan.

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Positives Zeichen für gesünderen Lebensstil

„Wir wollen Jugendliche dazu ermutigen, sich bewusst für einen Alltag ohne das Vapen zu entscheiden und ein positives Zeichen für einen gesünderen Lebensstil zu setzen”, sagt Jessica Werner von der Kreisjugendpflege. Anders als beispielsweise bei den Schockbildern auf Zigarettenschachten geht es bei #Unvaped nicht darum, abzuschrecken. Die Aktion setzt früher an, vor dem Kauf der E‑Zigarette.

„Wir wollen, dass die jungen Menschen gar nicht erst mit dem Vapen anfangen oder dazu sensibilisieren, bewusst wieder aufzuhören. Die Plakate sollen ein Anstoß sein”, sagt Werner. Dazu werden sie in Schulen beispielsweise an Stellen aufgehängt, wo sich die Kinder und Jugendliche sonst oft zum Vapen treffen. 

Das Problem: Die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer der Aroma-E-Zigaretten nimmt zu. Sie werden immer jünger. Gerade die poppig-bunten Modelle mit ihren Aromen verkaufen sich gut. Die Altersbeschränkungen stellen für Kinder und Jugendliche kaum ein Hindernis dar. Auf den ersten Blick wirken Vapes wie harmlosere Alternativen zur klassischen Zigarette.

Erhebliche Gesundheitsrisiken durch Vapes

Doch die Vape-Zigaretten mit ihrem süßlich riechenden Dampf sind keineswegs harmlos und bergen erhebliche Gesundheitsrisiken. Dabei ist die Mehrzahl der aromatisierten Inhaltsstoffe bislang nicht toxikologisch untersucht worden. Zudem enthalten Vapes oft süchtig machendes Nikotin, Schadstoffe wie Blei oder Nickel und Aromen, die Lungenschäden, Herz-Kreislauf-Probleme, Entzündungen und Schäden an Zähnen und Mundhöhle verursachen können. 

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(dh)

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