Breite Allianz plant größte Demo der Region gegen ICE-Trasse in Meckelfeld

In Hannover tauschten sich Minister, politische Vertreter gemeinsam mit Mitgliedern verschiedener Bürgerinitiativen zur geplanten ICE-Neubautrasse aus. Foto: Gemeinde Seevetal
In Hannover tauschten sich politische Vertreter gemeinsam mit Mitgliedern verschiedener Bürgerinitiativen zur geplanten ICE-Neubautrasse aus. Foto: Gemeinde Seevetal

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Seevetal/Meckelfeld/Landkreis Harburg. Eine breite Allianz aus Politik und Bürgerinitiativen plant für Sonntag, 21. Juni, die größte Demonstration, die die Region je gesehen hat. In Meckelfeld wollen Gegner der von der Deutschen Bahn geplanten ICE-Trasse durch Seevetal auf die Straße gehen. Die Organisatoren erwarten zahlreiche Teilnehmer.

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Ende April trafen sich Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Region sowie Vertreter verschiedener Bürgerinitiativen mit Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies und Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne in Hannover. In dem konstruktiven Austausch über die ICE-Neubautrasse herrschte große Einigkeit für die Alpha-E-Lösung. Zu dieser Alternative hatte es vor Kurzem bereits eine Anhörung im Bundesverkehrsausschuss gegeben. Man wolle weiterhin gemeinsam für eine realistische, zeitnahe und regionalverträgliche Lösung kämpfen, hieß es nach dem Treffen. 

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Emily Weede, Seevetals Bürgermeisterin, bekräftigte die Position der Region. „Wir stehen fest zu Alpha‑E und fordern eine schnelle Verbesserung für die Region statt utopischer Planungen auf dem Rücken der Einwohnerinnen und Einwohner”, sagte Weede. Auch Landrat Rainer Rempe machte über soziale Medien Druck. Statt erneut Jahrzehnte ins Land gehen zu lassen, müsse der vereinbarte Ausbau der Bestandsstrecke im Rahmen der anstehenden Sanierung erfolgen, forderte Rempe. 

„Wenn die Möglichkeiten der Qualitätsoffensive im Jahr 2026 und die für 2029 geplante Generalsanierung optimal genutzt werden, können bereits in absehbarer Zeit spürbare Verbesserungen erreicht werden”, sagte er. Die Bahn habe lange genug Zeit verschenkt. Es müsse jetzt etwas passieren und nicht erst in Jahrzehnten.

Breites Bündnis mobilisiert zur Großdemo

500 Seevetaler haben am Sonntagmittag gegen die Planung der Deutschen Bahn in Meckelfeld demonstriert. Foto: Hamann
500 Seevetaler haben bereits 2023 lautstark gegen die Planungen der Deutschen Bahn in Meckelfeld demonstriert. Foto: Archiv/Hamann

Nach dem Gespräch in Hannover wollen die Akteure ihre Einigkeit bis nach Berlin und in die Zentrale der Deutschen Bahn auf die Straße tragen. „In Meckelfeld soll die größte Demonstration gegen das geplante Projekt stattfinden, die die Region je gesehen hat”, sagt Stefan Mundt, Vorsitzender der Bürgerinitiative Trassenalarm. Unterstützung kommt von der Seevetaler Bürgerinitiative Y‑Monster aus Ramelsloh sowie aus Salzhausen, Brackel und dem Heidekreis.

Das Datum für die Demonstration wurde bewusst gewählt. „Das Datum haben wir bewusst gewählt, damit möglichst viele Menschen daran teilnehmen können”, erklärt Mundt. Die Demo findet rechtzeitig vor den niedersächsischen Sommerferien statt. In Meckelfeld soll es dann eindrucksvoll, groß und laut werden.

Neben der Zusage mehrerer Bürgerinitiativen haben sich auch politische Redner der Region angekündigt. Darunter sind die Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler (SPD) und Cornell Babendererde (CDU), Landrat Rainer Rempe, die Landtagsabgeordneten Nadja Weippert (Grüne) und Jan Bauer (CDU) sowie Seevetals Bürgermeisterin Emily Weede und weitere. Auch der NABU Niedersachsen hat seine Teilnahme an der Demo bei den Bürgerinitiativen bereits angekündigt. „Unterstützung kommt auch aus dem niedersächsischen Ministerium von Olaf Lies. Er habe eine klare Botschaft für die Region angekündigt”, erzählt Mundt.

Ärger über Auftritt bei Bundestags-Anhörung

So dankbar Mundt für die Einigkeit gegen das Projekt der Deutschen Bahn in der Region ist, so verärgert zeigt er sich über die Äußerungen bei der kürzlich stattfindenden Anhörung im Deutschen Bundestag. „Das Bild, was die Vertreter aus Politik und Bahn in Berlin abgegeben haben, war eine einzige Farce für unsere Region”, sagt der Vorsitzende von Trassenalarm. Es sei ein Grund mehr, jetzt lautstark auf die Straße zu gehen und gegen das geplante Vorhaben in der Region zu demonstrieren.

Besonders enttäuscht und verärgert zeigen sich die Bürgerinitiativen darüber, dass bei der Anhörung keiner ihrer Vertreter eingeladen war. „Der Bürgerwille in unserer Region fand nach unserer Auffassung keine Berücksichtigung”, wirft Mundt den Mitgliedern der Anhörung im Bundestag vor.

Die Bürgerinitiativen stecken bereits tief in den Planungen für die Demonstration in Meckelfeld. Weitere Informationen dazu wollen sie in Kürze bekanntgeben.

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(dh)

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