Versuchter Totschlag: Prozess um Gewalttat auf Parkplatz in Hittfeld beginnt bald

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Seevetal/Hittfeld. Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung muss sich ein 54-Jähriger vor dem Landgericht Lüneburg verantworten. Die Hauptverhandlung vor der 4. großen Strafkammer als Schwurgericht beginnt am Dienstag, 28. April, um 9.30 Uhr in Saal 21. 

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im November vergangenen Jahres auf einem Parkplatz in Seevetal einen Kollegen lebensgefährlich verletzt zu haben. Der Angeklagte soll am 22. November 2025 den Geschädigten im Streit massiv mit Fäusten angegriffen und kopfüber aus dem Führerhaus seines Lastwagens gestoßen haben. Der Geschädigte erlitt unter anderem ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, das operativ versorgt werden musste. Der 54-Jährige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. 

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Die Kammer hat zwei Sachverständige hinzugezogen und zum ersten Verhandlungstermin einen Zeugen geladen. Fortsetzungstermine sind auf den 29. April mit zwei Zeugen sowie auf den 5. Mai, 22. Mai und 1. Juni 2026 bestimmt, jeweils um 9.30 Uhr in Saal 21.

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Opfer lag bewusstlos im Lastwagen

Die Polizei war am Sonntag, 23. November, gegen 15 Uhr zu einem Rettungsdiensteinsatz auf den Parkplatz an der Werkstraße in Hittfeld gerufen worden. Der 58 Jahre alte Lkw-Fahrer lag bewusstlos in der Kabine seines Lastwagens. Es gab Spuren von Gewalt. Die Ermittler fanden Hinweise auf einen Kollegen, ebenfalls Lkw-Fahrer. In dessen Fahrzeug entdeckten die Beamten Spuren, die den Verdacht erhärteten.

Nach Zeugenaussagen hatten der Beschuldigte und das spätere Opfer am Freitag und frühen Samstag erhebliche Mengen Alkohol getrunken. Später kam es im Lastwagen des Beschuldigten zur körperlichen Auseinandersetzung. Der 58-Jährige wurde offenbar mehrfach geschlagen und fiel aus dem Führerhaus. Kollegen brachten ihn in seinen eigenen Lastwagen. Als sich sein Zustand am Sonntag merklich verschlechterte, alarmierten sie den Rettungsdienst. Das Opfer kam mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik.

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg stellte einen Antrag auf Untersuchungshaft wegen versuchten Totschlags. Das Amtsgericht Lüneburg erließ den Haftbefehl gegen den Mann, der keinen Wohnsitz in Deutschland hat. Beamte brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt. Die Hauptverhandlung dient der Klärung, ob die erhobenen Vorwürfe zutreffen. Für den Angeklagten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. (dh)

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