
Seevetal/Maschen. Fröhliches Stimmengewirr, Kaffeearoma und lächelnde Gesichter: In der Maschener Seniorenwohnanlage in der Seevestraße 55 wurde der Einbau von zwei Aufzügen offiziell gefeiert. Bürgermeisterin Emily Weede und Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn hatten die Bewohnerinnen und Bewohner zu Kaffee und Kuchen eingeladen, als Dankeschön für ihre Geduld während der Bauarbeiten.
Die Anlage präsentiert sich nun deutlich heller, moderner und vor allem barrierefrei. Im Mittelpunkt der umfassenden Sanierung steht die barrierefreie Erschließung der Seniorenwohnanlage, die Anfang der 1980er Jahre gebaut wurde und 22 Wohneinheiten umfasst. Gleich zwei Aufzugsanlagen wurden eingebaut, sodass jetzt alle Wohnungen bequem zu erreichen sind. „Wir freuen uns, dass wir für die erste Seevetaler Seniorenwohnanlage für Menschen mit kleinem Einkommen eine Auffrischungskur umsetzen konnten”, sagt Ortsbürgermeisterin Tumuschat-Bruhn.
Anfang der 80er habe man noch ganz anders gebaut und es sei schön, dass jetzt alle Wohneinheiten barrierefrei erreichbar seien. Ursprünglich hatten sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Anlage mit einem Schreiben an den ehemaligen Amtsleiter für Gebäudewirtschaft, Ingo Knedel, gewandt. Ihr Wunsch war ein barrierefreier Zugang zu ihren Wohnungen. Das wurde durch einen Antrag des Seniorenbeirates unterstützt, der dann einen Treppenlift beantragte. Aus dem Treppenlift wurden schließlich zwei Aufzüge.
Helle Flure und neue Glasfassade
Neben den Aufzügen sorgen zahlreiche weitere Maßnahmen für ein freundliches und zeitgemäßes Ambiente: Neue Glastüren, die sich automatisch öffnen, lassen viel Licht in die Flure und die Eingangshalle. Helle Fußböden tragen zu einem gepflegten Gesamteindruck bei. Ein besonderer Blickfang ist die neue Glasfassade zum Garten hin. Der Zugang ins Grüne ist nun ebenfalls barrierefrei gestaltet.
Auch im Inneren hat sich der Gemeinschaftsraum sichtbar verändert: Die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft für den Landkreis Harburg (KWG), die die Wohnanlage verwaltet, ließ den Raum weiß streichen, mit frischen Vorhängen ausstatten und mit neuen, seniorengerechten Stühlen möblieren. Zudem wurde eine moderne Küchenzeile eingebaut. Sie schafft die Voraussetzung dafür, dass gemeinsame Nachmittage, Feste und Veranstaltungen künftig noch angenehmer gestaltet werden können.
Rund um die Eröffnung zeigt sich, wie stark das soziale Miteinander in Seevetal ist: Kirsten Petersen und Helga Brockmann folgten einem Spendenaufruf von Ortsbürgermeisterin Tumuschat-Bruhn und schenkten passendes Kaffeegeschirr für den Gemeinschaftsraum. Ein neues Sideboard sorgt zusätzlich für Stauraum. Darüber hängt nun ein von Ingrid Neumann-Stender gespendetes Bild, das dem Raum eine persönliche und wohnliche Note gibt.

„Zunächst danken wir den Bewohnerinnen und Bewohnern für ihre immense Geduld”, sagt Bürgermeisterin Weede. Das Ergebnis sei wirklich wunderschön geworden und sie sei dankbar für alle, die sich hier so eingesetzt hätten. Dass die neuen Aufzüge nicht nur ein technisches Detail sind, sondern den Alltag spürbar erleichtern, zeigt sich schon bei der Einweihung: Edith Krüger, Bewohnerin der Anlage und Mitglied im Seniorenbeirat, testet gemeinsam mit Jürgen Wendt und Wolf-Rüder Kratzmeir, ebenfalls aus dem Seniorenbeirat, den neuen Fahrstuhl. „Ich brauche den eigentlich nicht, außer ich schleppe schwere Einkäufe”, sagt sie und freut sich gleichzeitig für alle, die darauf angewiesen sind, dass es nun diese Lösung gibt.
In die barrierefreie Erschließung der Seniorenwohnanlage in der Seevestraße 55 sind rund 900.000 Euro geflossen. Hinzu kommen die Investitionen in den neu ausgestatteten Gemeinschaftsraum mit Küche, Stühlen und Möblierung. Die Feier im frisch gestalteten Raum zeigt eindrucksvoll, dass sich diese Investitionen lohnen: Hier ist ein lebendiger Ort der Begegnung entstanden, der die Seniorenwohnanlage in Maschen fit für die Zukunft macht. (dh)














