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Seevetal. Die Fraktion der Freien Wähler im Rat der Gemeinde Seevetal hat Vorwürfe gegen die Verwaltung erhoben – seevetal-aktuell.de berichtete. Anlass sind zwei Streusalz-Engpässe während des Winterdienstes. Die Gemeinde weist die Kritik nun zurück und betont, sie habe schnell und transparent gehandelt. Die Sicherheit der Einwohnerinnen und Einwohner habe stets Priorität gehabt, teilt die Verwaltung mit.
Der erste Engpass trat am Freitag, 30. Januar auf. „Der Landkreis Harburg informierte die Gemeinde kurzfristig, dass kein Streusalz für Gemeindestraßen geliefert werden könne. Binnen Minuten vereinbarten beide Seiten eine Lösung. Seevetal erhielt die benötigte Notfallmenge noch rechtzeitig vor dem Wochenende. Der Winterdienst lief weiter”, erklärt die Gemeinde Seevetal.
Komplizierter gestaltete sich die Lage am Montag, 16. Februar. „Erneut stoppte der Landkreis die Salzlieferung, obwohl noch 175 Tonnen Streugut in der gemeinsamen Halle lagerten. Vertraglich standen der Gemeinde 43,75 Tonnen zu, zusätzlich hatte sie nach dem ersten Vorfall zehn Tonnen als Notreserve eingelagert. Der Landkreis verweigerte jedoch den Zugriff auf beide Mengen”, sagt die Gemeinde.
Bürgermeisterin Emily Weede habe umgehend gehandelt und bestellte 50 Tonnen neues Streugut. Die Lieferung traf am nächsten Tag ein. Während der Unterbrechung informierte die Gemeinde offen über ihre Website, Social-Media-Kanäle und lokale Medien. Innerhalb eines Tages war der gewohnte Winterdienst wiederhergestellt.
Zusammenarbeit über Jahre bewährt
Die Gemeinde hatte sich gemeinsam mit dem Landkreis an der Salzhalle der Betriebsgemeinschaft Straßendienst beteiligt. Seevetal trug 50 Prozent der Kosten und hatte Anspruch auf ein Viertel des gelagerten Salzes. Der Landkreis verantwortete die Bestellungen. Diese Kooperation funktionierte über viele Jahre zuverlässig, betont die Verwaltung.
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Aus den Erfahrungen zieht die Gemeinde nun Konsequenzen. Die Schnittstellen mit dem Landkreis werden neu abgestimmt. Die Vorratssicherung soll verstärkt werden, damit ähnliche Engpässe künftig unwahrscheinlicher werden. Mitarbeitende werden regelmäßig geschult, um Krisenmanagement und Kommunikation zu optimieren. (tj)
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