
Seevetal. Die Feuerwehr Seevetal hat im Jahr 2025 insgesamt 43 Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet. Die 14 Ortsfeuerwehren der Gemeinde wurden 676 Mal alarmiert und arbeiteten 483 Einsätze ab. Das entspricht einem Anstieg um 111 Alarmierungen und 62 Einsätze im Vergleich zum Vorjahr.
Gemeindebrandmeister Rainer Wendt erinnerte in seinem Jahresbericht an mehrere Großbrände, die die Einsatzkräfte besonders forderten. Dazu zählten der Brand eines reetgedeckten Hauses in Emmelndorf im November, ein Dachstuhlbrand in Maschen im April sowie ein Kellerbrand mit Massenanfall von Verletzten ebenfalls in Maschen im November.
Auch der Lagerhallenbrand in Fleestedt im Oktober war personalintensiv. Zahlreiche schwere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen auf Autobahnen, Land- und Kreisstraßen machten einen großen Teil der Einsätze aus. Besonders belastend waren ein Tiefbauunfall mit tödlichem Ausgang in Horst und ein tragisch geendeter Badeunfall in Maschen. Für sechs Menschen kam jede Hilfe zu spät.
Von den 483 Einsätzen waren 292 technische Hilfeleistungen und 100 Brände. 83 Mal rückten die Feuerwehren zu Fehlalarmen aus. Siebenmal standen sie bei Veranstaltungen für Brandsicherheitswachen bereit. Simon Steffen aus Hittfeld wurde als neuer zweiter stellvertretender Gemeindebrandmeister gewählt und übernahm das Amt neben Andreas Brauel.
Nachwuchs und Neuanschaffungen
Die Personalsituation bezeichnete das Führungstrio als erfreulich. 622 aktive Männer und Frauen engagierten sich zum Jahresende in den Ortsfeuerwehren, fünf mehr als im Vorjahr. Die Kinder- und Jugendfeuerwehren verzeichneten ebenfalls ein Plus: 316 Jungen und Mädchen sind dabei, zehn mehr als 2024. Aus der Jugendfeuerwehr konnten 14 neue Nachwuchskräfte in die Einsatzabteilungen übernommen werden.
Die Jugendfeuerwehr Hittfeld feierte ihr 50-jähriges Bestehen. Die modulare Truppausbildung auf Gemeindeebene erzielte gute Ergebnisse. Unter Leitung von Dieter Kröger erwarben junge Feuerwehrleute in den Qualifikationsstufen eins bis drei ihre Grundkenntnisse.
Drei neue Einsatzmittel verstärken jetzt die Ausstattung: eine Drohne für die Drohnengruppe in Ramelsloh, ein Lichtmastanhänger für Hittfeld und ein Mittleres Löschfahrzeug für Beckedorf/Metzendorf.
Für die Feuerwehren Helmstorf und Meckelfeld laufen die Vorplanungen für neue Feuerwehrhäuser, die Flächen sind vorhanden. Auch für Beckedorf/Metzendorf und Maschen sind Flächen für geplante Neubauten gefunden. Brauel, Steffen und Wendt dankten dem Rat und der Verwaltung der Gemeinde für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit. (dh)














