Seevetal/Landkreis Harburg. Tausenden Schülern in Seevetal droht am Dienstagmorgen ein Unterrichtsausfall. Der Grund ist ein Streit um Streusalz zwischen der Gemeinde Seevetal und dem Landkreis Harburg. Der Gemeinde ist das Salz ausgegangen, ein Winterdienst auf den Gemeindestraßen ist seit Montag nicht mehr möglich. Gleichzeitig kündigt sich für die Nacht zum Dienstag weiterer Schneefall und gefrierender Regen an.
Bürgermeisterin Emily Weede ist sich am Montagabend im Gespräch mit seevetal-aktuell.de noch nicht sicher, ob die Schülerbeförderung am Dienstagmorgen auf den Straßen der Gemeinde stattfinden kann. Die Leidtragenden des Salzstreits wären tausende Schüler der Grund- und weiterführenden Schulen in der gesamten Gemeinde. Doch damit nicht schlimm genug. Fällt in Seevetal die Schülerbeförderung aus ist davon auch immer das gesamt Schulbusnetz im Landkreis betroffen. Bis 6 Uhr morgens müssen Eltern und Schüler auf eine Entscheidung warten.
Die Gemeinde Seevetal kann bis auf Weiteres keinen Streudienst mehr leisten. Das teilte die Verwaltung am Montagnachmittag mit – seevetal-aktuell.de berichtete. Es steht nur noch Salz aus der sogenannten Landesreserve zur Verfügung. Dieses ist jedoch ausschließlich für Kreis- Landes- und Bundesstraßen vorgesehen, nicht für Gemeindestraßen. Der Konflikt hat seine Ursache in einer vertraglichen Vereinbarung. Die Gemeinde hat mit dem Landkreis Harburg vereinbart, dass dieser für die Salzbestellungen zuständig ist. Diese Regelung gilt auch für die Gemeindestraßen in Seevetal. Der Vertrag sieht vor, dass der Landkreis die Beschaffung des Streusalzes übernimmt.
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Landkreis entscheidet über Schülerbeförderung am Dienstag
Der Landkreis Harburg entscheidet aufgrund der aktuellen Wetterlage und der Gefahrenlage, ob die Schulbusse fahren und daher der Unterricht stattfinden kann. Die Behörde steht dazu immer in engem Kontakt mit dem Busunternehmen KVG und dem Winterdienst des Landkreises. Wenn kein Schulbus fährt, kann auch kein Schulunterricht stattfinden und das im gesamten Landkreis Harburg.
Bis 6 Uhr morgens erfahren Schüler und Eltern über die Internetseite des Landkreises Harburg, im Radio, über die Warn-App BIWAPP und über seevetal-aktuell.de, ob der Unterricht stattfinden kann. Das letzte Wort haben immer die Eltern. Auch wenn kein kreisweiter Schulausfall angekündigt wird, können sie selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder auf den winterlichen Straßen zur Schule schicken.
Die Wetterprognose verschärft die Situation. In der Nacht zum Dienstag wird weiterer Neuschnee und teils auch gefrierender Regen erwartet. Über die bereits jetzt winterglatten Straßen zieht sich dann erneut ein weißes Winterkleid. Die Kombination aus fehlenden Streudienst und neuem Winterwetter macht die Lage auf den Gemeindestraßen besonders kritisch. (dh)

















