Einigkeit über Parteigrenzen hinweg: Landkreis Harburg sagt Nein zur ICE-Trasse

Vertreter aus dem Landkreis Harburg trafen sich im Landtag, um ihre Ablehnung der ICE-Neubaustrecke zu bekräftigen. Foto: Gemeinde Seevetal
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Seevetal/Landkreis Harburg. Vertreter von Land, Kreis und Gemeinden sowie Bürgerinitiativen haben am Mittwoch, im Niedersächsischen Landtag ein klares Signal gesendet. Ihr gemeinsamer Wille: Ja zum Ausbau der bestehenden Strecke Alpha E, ein klares Nein zur ICE Neubaustrecke. Das Treffen wurde von Seevetals Bürgermeisterin Emily Weede und Landtagsabgeordneter Nadja Weippert (Bündnis 90/Die Grünen) organisiert. Es stand im Zeichen eines parteiübergreifenden Signals aus dem Landkreis Harburg und den angrenzenden Gebieten. 

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Der Alpha E Kompromiss bleibt gewollt, eine Neubauvariante ist nicht erwünscht. Seit 2015 ist die Alpha E Lösung als Ausbau der bestehenden Strecke Hamburg–Hannover festgelegt. Gleichzeitig treibt die Deutsche Bahn AG allerdings weiterhin Planungen für eine mögliche Neubaustrecke voran. Das Treffen diente dazu, gegenüber der Bundesebene sowie der Bahn die einheitliche regionale Position zu verdeutlichen. 

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Einigkeit über Parteigrenzen hinweg

Geschlossen gegen die Neubaupläne der Bahn: Vertreter aus dem Landkreis Harburg bekräftigen ihre Position zu Alpha E im niedersächsischen Landtag. Foto: Gemeinde Seevetal

„Es geht um die Menschen der Region und nicht um Parteipolitik”, sagte Weede. Man sei sehr froh, dass man Ministerpräsident Olaf Lies an der Seite habe. „Unser Signal an Berlin: Die Vertreter der Parteien sind sich einig”, so die Bürgermeisterin. Anwesend waren neben dem Ministerpräsidenten und Landtagsabgeordneten unter anderem Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg, Bürgermeister der betroffenen Gemeinden sowie Vertreter lokaler Bürgerinitiativen.

Landrat Rempe betonte, dass es wichtig sei, deutlich zu machen, dass man nicht gegen, sondern für etwas sei. „Und zwar für eine zeitnahe Verbesserung der Schieneninfrastruktur und damit der Situation für Pendlerinnen und Pendler”, sagte er. Die Bahn versuche aktuell mit aller Macht ihr Vorhaben für eine Neubaustrecke durchzudrücken, mit Verkehrsprognosen, Kostenrechnungen und Zeitschienen, an denen man zu Recht zweifeln könne. Statt erneut Jahrzehnte ins Land gehen zu lassen, müsse der vereinbarte Ausbau der Bestandsstrecke im Rahmen der anstehenden Sanierung erfolgen. Wenn die Möglichkeiten der Qualitätsoffensive in 2026 und die für 2029 geplante Generalsanierung optimal genutzt würden, könnten zeitnah spürbare Verbesserungen erreicht werden. Die Region stehe geschlossen hinter dem Kompromiss Alpha E. Rempe dankte Ministerpräsident Lies, der die Region in dieser Haltung uneingeschränkt unterstütze und weiterhin zu Alpha E stehe.

Die beteiligten Akteure werden den Dialog mit Landes- sowie Bundespolitik intensivieren, um die Alpha E Lösung weiterhin verbindlich durchzusetzen. (dh)

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