Bürgerinitiative Y‑Monster übergibt 630 Bücher an Bundestagsabgeordnete in Berlin

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat ein Buch der Bürgerinitiative Y-Monster bekommen. Foto: BI Y-Monster
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Seevetal/Berlin. Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative Y‑Monster haben am Dienstag, 21. Januar, im Deutschen Bundestag rund 630 Buchexemplare an Bundestagsabgeordnete übergeben. Mit der Aktion will die Initiative eine sachliche Auseinandersetzung mit der geplanten Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover anstoßen. Im Fokus steht die Alternative Alpha‑E.

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Das Buch setzt sich kritisch mit dem Großprojekt auseinander, das von der Deutschen Bahn seit Jahren als alternativlos dargestellt wird. Die zentrale Frage: Ist eine milliardenschwere Neubaustrecke tatsächlich die beste Lösung für eine der wichtigsten Bahnverbindungen Deutschlands? Die Initiative verweist auf Alpha‑E als mögliche Alternative. Dabei handelt es sich um den gezielten Ausbau und die Sanierung des bestehenden Netzes. 

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Reinhard Crasemann, Mitgründer der Bürgerinitiative Y‑Monster, betont die Faktenbasis des Buchs. „Wir denken uns nichts aus und wir behaupten nichts, was wir nicht belegen können”, sagt er. Das Buch schöpfe aus mehr als elf Jahren Erfahrung, aus öffentlich zugänglichen Unterlagen, Aussagen und Dokumenten. „Wir verleumden niemanden – wir stellen Fragen”, sagt Crasemann.

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Denkanstöße für Entscheidungsträger

Reinhard Crasemann übergibt das Buch der Bürgerinitiative Y‑Monster „50 FRAGEN DIE WIR DER BAHN STELLEN WÜRDEN WENN WIR VERKEHRSMINISTER WÄREN“ an Grant Hendrik Tonne, Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen. Foto: BI Y‑Monster

Die Initiative erhebt mit ihrem Buch keinen Anspruch, politische oder fachliche Entscheidungen vorwegzunehmen. Das Buch soll Denkanstöße, Hinweise und Orientierung liefern, insbesondere für Entscheidungsträger, die über milliardenschwere Investitionen befinden. „Wir liefern keine Antworten”, so die Bürgerinitiative. Sie erkläre, warum richtige und nachvollziehbare Antworten erwartet werden dürften, insbesondere von der Deutschen Bahn und den politisch Verantwortlichen.

Inhaltlich arbeitet das Buch mit Fragen, Zitaten und dokumentierten Informationen. Stellenweise kommen satirische Elemente zum Einsatz, etwa in Form von Karikaturen. Diese sollen komplexe Sachverhalte zugänglich machen, nicht polemisieren. „Wir sind nicht zynisch”, sagt Crasemann. Die Initiative erlaube sich jedoch, dort satirisch zu werden, wo Planungslogiken und Versprechungen seit Jahren an der Lebensrealität der Menschen vorbeigingen. 

Mit der Übergabe der Bücher im Bundestag will Y‑Monster eine Diskussion darüber fördern, wie Großprojekte geplant, begründet und kommuniziert werden. (dh)

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