Falsche Polizisten erbeuten Gold und Schmuck in Fleestedt

Foto: Symbolbild
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Seevetal/Fleestedt. Mit einem perfiden Trick haben Betrüger am Dienstag einem Senior in Fleestedt Goldmünzen und Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Euro gestohlen. Die Täter gaben sich als Polizeibeamte aus und vereinbarten sogar ein Codewort mit ihrem Opfer, um sich als vermeintlich echte Ermittler auszuweisen.

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Am späten Nachmittag klingelte das Telefon des Mannes. Auf dem Display erschien die Nummer 110. Der angebliche Polizeibeamte am anderen Ende der Leitung berichtete von einem Überfall in der Nähe der Wohnadresse. Man befürchte nun, dass es auch beim Angerufenen zu einer Straftat kommen könne. Um die Wohnung zu überprüfen, vereinbarten die Gesprächspartner ein Codewort. Mit diesem sollten sich die Beamten in Zivil später zu erkennen geben. 

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Kurz nach dem Telefonat stand ein etwa 20 Jahre alter Mann vor der Tür und nannte das vereinbarte Codewort. Wenig später kam ein zweiter Täter hinzu, circa 45 Jahre alt. Die beiden falschen Polizeibeamten verwickelten den Senior über eine Stunde lang in ein Gespräch. Dabei überprüften sie angeblich, ob in der Wohnung alles in Ordnung sei.

Erst nachdem die Männer die Wohnung verlassen hatten, schöpfte der Bewohner Verdacht. Bei der Nachschau stellte er fest, dass die vermeintlichen Beamten Goldmünzen und Schmuck mitgenommen hatten. Die Täter hatten vermutlich auch das Telefon des Mannes manipuliert. Deshalb konnte er die echte Polizei erst mit zeitlicher Verzögerung informieren.

Die Masche der falschen Polizeibeamten ist weit verbreitet. Allein am Montagabend gingen bei der Polizei in Tostedt rund 30 Anrufe von Menschen ein, die einen Betrugsversuch melden wollten. In den meisten Fällen erkennen die Angerufenen die Masche und brechen das Gespräch ab.

Polizei warnt vor Betrugsmasche

Die Polizei weist darauf hin, dass es keine telefonischen Kontaktaufnahmen gibt, um vor Straftaten zu warnen oder Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen. Bei echten Anrufen durch die Polizei wird die Nummer 110 nicht im Display angezeigt.

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Im Zweifelsfall sollte das Gespräch beendet werden. Die örtliche Polizei kann unter der bekannten Rufnummer oder über den Notruf kontaktiert werden. (tj)

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