
Seevetal/Hörsten. Ein rotes Samttuch verhüllt noch das Namensschild, als rund 25 Einwohnerinnen und Einwohner am Freitag, 19. Dezember, zur offiziellen Eröffnung der neuen Brücke über die Seeve kommen. Nach etwa neun Monaten Bauzeit verbindet die Hörstener Seevebrücke ab sofort dauerhaft die Ortsteile Hörsten und Maschen.
Heidi Rieckmann, Hörstenerin in sechster Generation, gewann gemeinsam mit Volker Bosselmann den Namenswettbewerb im August. Beide hatten denselben Namen für die neue Brücke vorgeschlagen. Rund 60 Vorschläge waren aus der Bevölkerung eingegangen, einige lauteten fast identisch. Der Ehemann von Heidi Rieckmann hatte Hoesebrü eingereicht und lieferte damit einen von rund 60 Vorschlägen aus der Bevölkerung.
Gemeinsam mit Bürgermeisterin Emily Weede und Gemeinderatsvorsitzender und Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn enthüllte Heidi Rieckmann das neue Brückenschild. Anschließend liefen die Feiernden erstmals über die neue Brücke von einem Seeveufer zum anderen. Volker Bosselmann konnte leider nicht an der Einweihung teilnehmen.
Dass so viele Hörstenerinnen und Hörstener spontan zur Einweihung gekommen sind, zeige, wie wichtig diese Brücke für sie ist, sagt Bürgermeisterin Weede. Die Gemeinde freue sich, nun wieder eine dauerhafte und schöne Brücke über die Seeve zu haben. Den Menschen aus Hörsten danke sie für ihre Geduld und Projektleiterin Maria Best für ihre hervorragende Arbeit. Der Dank gehe außerdem an die Baufirmen und ihre Mitarbeitenden, die es hinbekommen haben, dass die Brücke noch vor Weihnachten eröffnet werden konnte, so Weede.
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Provisorium seit 2017 beendet
Seit 2017 stand an der Hörstener Straße eine Stahlbehelfsbrücke, die die 1971 erbaute Seevebrücke ersetzt hatte. Mit der Fertigstellung der neuen Brücke endet diese Übergangslösung. Die neue Brücke ist als Verbundfertigteilbrücke mit vier Stahlträgern und vormontierten Betonplatten ausgeführt. Sie hat eine Stützweite von etwa 20 Metern, eine Fahrbahnbreite von sechs Metern und einen zwei Meter breiten Gehweg. Das Bauwerk ist auf Bohrpfählen gegründet.
Für den Radverkehr gilt südlich der Brücke mit Beginn der 30er Zone eine Führung auf die Straße, da entlang der weiteren Deichstraße kein separater Radweg realisierbar ist. Die Baukosten des Projekts liegen bei rund 1,2 Millionen Euro. Alle Umleitungen sind aufgehoben, die neue Brücke steht ab sofort uneingeschränkt zur Verfügung. (dh)






















