
Seevetal/Ramelsloh. Rund 300 LED-Kerzen und echte Wachskerzen tauchten die Stiftskirche Ramelsloh am Sonntagabend in warmes, stimmungsvolles Licht. Das Blasorchester Seevetal von Musik aus Seevetal e.V. (MUSAS) hatte den historischen Backsteinbau zur Bühne für sein Weihnachtskonzert ausgewählt.
Nach dem Ausräumen eines mit Technik und Großschlagwerk beladenen Lastwagens begann um 18 Uhr mit dem Einmarsch der Musiker das Highlight eines ganzen Konzertwochenendes.bZuvor waren die rund 30 Musikerinnen und Musiker bereits am Freitag in der Emmaus Kirche Wilhelmsburg und am Samstag in der alten Klosterkirche zu Oldenstadt bei Uelzen aufgetreten. Beide Konzerte endeten mit Standing Ovations und tosendem Applaus. Das Publikum forderte Zugaben.
In Ramelsloh eröffnete das Orchester mit der „Festivus Fanfare” des österreichischen Komponisten Martin Scharnagl. Nach einem Ausflug ins „Winter Wonderland” forderte Dirigent und Moderator Carsten Klein das Publikum zum Mitsingen auf. Bei Klassikern wie „Schneeflöckchen”, „Leise rieselt der Schnee”, „O Tannenbaum” und „Herbei o Ihr Gläubigen” erfüllte ein beeindruckender Chor aus Zuschauern das Gotteshaus.
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Von Bach bis zur Eiskönigin
Der zweite Dirigent und Leiter des Ausbildungsorchesters Carsten Landsch führte das Orchester durch Johann Sebastian Bachs „Toccata und Fuge in D‑Moll”. Flöten und Klarinetten mischten sich zwischen die kraftvollen Klangfarben der Blechinstrumente und Pauken. Danach verzauberte die junge Solistin Mona Liebram mit ihrem Flügelhorn die Gäste. Ihr weicher Ton bei „My Dream” von Peter Leitner erfüllte den Backsteinbau.
Das Programm reichte von „Highland Cathedral” über „In der Weihnachtsbäckerei” bis zu Filmklassikern aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel”, „Kevin allein zu Hause” und der „Eiskönigin Teil 2”. Bei „Es werde Licht” überraschte Klein die Anwesenden, als er selbst ans Mikrophon trat und den von Landsch arrangierten Udo-Jürgens-Titel über Nächstenliebe und Menschlichkeit sang. Bei „Merry Christmas Everyone” setzten sich die Musiker Weihnachtsmützen auf. Lichterketten an Notenpulten und um Instrumente gewickelt sorgten für Extra-Weihnachtsstimmung.
Die Besucher standen, klatschten und wippten im Takt der Musik. Nach dem letzten Ton zog ein Raunen, Stampfen und nicht endender Applaus durch die Kirche. Zwei Zugaben folgten: „Last Christmas” von Wham und „Halleluja” von Leonard Cohen.” Dieses Orchester ist besonders und einzigartig und wir freuen uns schon jetzt, wenn sie 2026 wieder zu Gast in Ramelsloh sein werden”, sagte Barbara Parwulski vom Veranstaltungsteam der Kirche. (dh)






















