
Seevetal. Während in Seevetal seit fast zwei Jahren Höhenschranken für 7.500 Euro ungenutzt herumstehen, plant Buchholz in der Nordheide nun genau solche Anlagen für ihren Mühlentunnel zu prüfen. Eine Kommunikation zwischen den beiden Kommunen zu dem Thema gab es bisher nicht.
Die Gemeinde Seevetal hatte im April 2023 vier Metallkonstruktionen am Natenbergweg installiert, um Schulkinder vor Lastwagen zu schützen. Nach zwei Wochen mussten die Anlagen außer Betrieb gesetzt werden, weil sie auch Rettungsfahrzeuge in dem großen Tunnel blockierte – seevetal-aktuell.de berichtete.
Im Jahr 2026 sollen sie endlich versetzt werden. Wohin, sagt die Gemeinde nicht.
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In Buchholz gibt es dagegen ein tatsächliches Problem. Der im 19. Jahrhundert gebaute Mühlentunnel am Seppenser Mühlenweg hat eine Durchfahrtshöhe von nur 2,3 Metern. Ein bis zwei Mal pro Jahr kracht ein Transporter gegen die Unterführung. Im Oktober blieb ein Lieferwagen mit Kofferaufbau stecken, der Beifahrer verletzte sich leicht.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat beantragt, eine Höhenschranke zu prüfen. Die Kollisionen seien ein Problem, wenn auch bisher kein allzu großes, sagte Matthias Krohn, Leiter der Buchholzer Verkehrsbehörde.
Krohn erklärte die rechtlichen Grenzen. „Wir sind an unsere Grenzen gebunden, wir dürfen nicht alles beschildern wie wir wollen”, sagt er. Die Straßenverkehrsordnung sehe bestimmte Maßnahmen nicht vor. Möglicherweise müsse sogar die Statik bei einer Absperrung geprüft werden. Die Stadtverwaltung soll nun prüfen, ob Vorwarneinrichtungen technisch und rechtlich möglich sind.
In Seevetal brauchten die Schranken weder eine Statikprüfung noch eine Baugenehmigung. Während Buchholz erst mit der Prüfung beginnt, warten die mittlerweile grün angelaufenen Metallkonstruktionen in Seevetal weiter auf einen Einsatzort. (JOTO)

















