
Seevetal. Die Fraktion der Freien Wähler im Gemeinderat fordert die schnellstmögliche Wiedereröffnung der Ortsverwaltungen in Ramelsloh und Bullenhausen. Die beiden Bürgerbüros sind seit April 2024 geschlossen. Als Grund nennt die Gemeindeverwaltung Personalengpässe. Doch die Freien Wähler kritisieren, dass es bislang an einer klaren Strategie zur Lösung des Problems fehlt.
„Besonders ältere und weniger digital-affine Bürger sind von den Schließungen betroffen. Sie verlieren durch die fehlenden Anlaufstellen in ihren Ortsteilen den direkten Kontakt zur Verwaltung”, heißt es in dem Antrag. „Die Einschränkungen belasten die Bürger zunehmend”, erklärt Timo Röntsch von den Freien Wählern.
Die Freien Wähler bemängeln, dass die Gemeindeverwaltung trotz der offiziellen Begründung mit Personalmangel keine transparenten Stellenausschreibungen vorgelegt hat. Ein klares Konzept der Verwaltungsspitze zur nachhaltigen Personalgewinnung sei nicht erkennbar.
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Die Fraktion verlangt eine Verwaltung, die Bürgernähe nicht nur verspricht, sondern auch lebt. Die Gemeinde müsse für Klarheit, Verlässlichkeit und Mitbestimmung sorgen. Statt eines verwaltungstechnischen Rückzugs erwarten die Freien Wähler eine Offensive für Bürgerfreundlichkeit.

„Es ist höchste Zeit, den Dienst am Bürger wieder in den Mittelpunkt zu stellen”, sagt Ratsmitglied Dr. Irmelin Schütze (Freie Wähler). Timo Röntsch, Fraktionsvorsitzender, wird noch deutlicher. „Wer Bürgernähe ernst meint, darf sich nicht hinter Ausreden verstecken”, sagt Röntsch. Die Fraktion erwarte von der Gemeindeverwaltung eine klare, verbindliche Strategie und eine Führung, die ihre Verantwortung endlich wahrnimmt.
Thematisiert wird der Antrag auf der nächsten Ratsstitzung der Gemeinde Seevetal am Mittwoch, 17. Dezember. (tj)






















