Gedenkveranstaltung: Seevetals Bürgermeisterin putzt Stolpersteine in Hittfeld und Meckelfeld

Der Stolperstein von Adolf Wendt vor der Bücherei in Meckelfeld. Foto: Gemeinde Seevetal
Der Stolperstein von Adolf Wendt vor der Bücherei in Meckelfeld. Foto: Gemeinde Seevetal

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Seevetal/Hittfeld/Meckelfeld. Am Sonntag, 9. November, jährt sich zum 87. Mal die Reichspogromnacht. Bürgermeisterin Emily Weede putzt an diesem Morgen die Stolpersteine in Seevetal und lädt die Bevölkerung ein, gemeinsam der Opfer der NS-Gewaltherrschaft zu gedenken. 

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Um 10 Uhr findet das Gedenken vor dem Rathaus in Hittfeld statt, um 10.30 Uhr vor der Bücherei in Meckelfeld. Der erste Stolperstein in Seevetal wurde 2021 vor dem Rathaus verlegt. Er erinnert an Erna Marie Ahrens, die 1903 in Jehrden geboren wurde. Sie wurde 1936 in die Landespflege- und Heilanstalt in Lüneburg eingewiesen und 1943 gemeinsam mit 300 Patienten nach Pfafferode in Thüringen verlegt. Dort verstarb sie im Februar 1944 offiziell an Lungenentzündung. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen wurden die Patienten durch Nahrungsentzug und fehlende medizinische Versorgung ihrem Schicksal überlassen. 

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Die beiden Stolpersteine vor der Bücherei wurden im Juni verlegt. Sie ehren Martha Dölle, die Opfer der sogenannten Euthanasie wurde, sowie Adolf Wendt, der im KZ Neuengamme an den Folgen unmenschlicher Haftbedingungen starb. Rund 116.000 Stolpersteine liegen mittlerweile in mehr als 1.860 Kommunen in 31 europäischen Ländern. Das Kunstdenkmal ist somit das größte dezentrale Mahnmal der Welt. (dh)

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