
Seevetal/Landkreis Harburg. Beim traditionellen Erntegespräch des Landkreises Harburg übergaben Martin Peters und Wilhelm Neven einen Erntekorb an Landrat Rainer Rempe und Ersten Kreisrat Josef Nießen. Die symbolische Geste bildete den Auftakt für einen intensiven Austausch über die aktuelle Situation der Landwirtschaft.
„Die Landwirtschaft prägt den Landkreis Harburg in besonderem Maße”, sagt Rempe bei dem Treffen. Knapp die Hälfte des Kreisgebietes – etwa 55.000 Hektar – wird landwirtschaftlich genutzt. Davon sind zwei Drittel Ackerfläche und ein Drittel Grünland. Kreislandwirt Peters zog eine „durchwachsene bis gute Erntebilanz” für dieses Jahr. Nach einem vielversprechenden Start der Wintersaat folgten Nachtfröste und eine lange Trockenperiode von Februar bis April. Rettende Regenfälle in den Monaten Mai und Juni sorgten dann noch für eine positive Entwicklung
Höhere Erträge bei fallenden Preisen
Die Getreideernte liegt etwa 15 Prozent über dem Durchschnitt. „Leider beläuft sich der Preisrückgang gleichzeitig auf rund zehn Prozent”, sagt Peters. Als Gründe nennt er die globale Vernetzung des Getreidemarktes und ungünstige Entwicklungen an den Warenterminbörsen.
Niedersachsen führend im Kartoffelanbau
Bei Kartoffeln verzeichnen die Landwirte ebenfalls gute Erträge, allerdings bei niedrigen Marktpreisen. Niedersachsen ist mit knapp 140.000 Hektar das größte Anbaugebiet – jede zweite deutsche Kartoffel stammt aus dem Bundesland. Während die Rindfleischpreise ein historisches Hoch erreichen, wirtschaften Schweinemäster derzeit nicht kostendeckend. Die Milchpreise bewegen sich auf einem guten Niveau, zeigen aber eine stark fallende Tendenz. (dh)














