FDP-Seevetal empört über ICE-Pläne – Scharfer Angriff auf Winsener Parteifreunde

Ein ICE der Deutschen Bahn fährt
Symbolbild
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Seevetal. Die FDP-Seevetal bekräftigt ihre Ablehnung der geplanten ICE-Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover. Die Liberalen positionieren sich damit klar gegen ihre Parteifreunde aus Winsen (Luhe), die sich nun für das Projekt aussprechen. Auf der letzten Stadtratssitzung in Winsen hatte man sich klar und einstimmig für die Neubaupläne der Deutschen Bahn ausgesprochen. Klarer Befürworter im Stadtrat war dabei auch FDP-Parteikollege und Fraktionsvorsitzender Nino Ruschmeyer von den Winsener Liberalen.

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Wolfgang Ivens, Fraktionsvorsitzender der FDP im Gemeinderat Seevetal, kritisiert besonders die Haltung der Winsener Politik. „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass – das scheint das Motto der gesamten Winsener Politik und insbesondere unseres FDP-Kollegen im Winsener Stadtrat zu sein. Jetzt, wo sich zeigt, dass Winsen auch von den überarbeiteten Alpha-E-Plänen betroffen sein wird, soll
plötzlich die ICE-Neubaustrecke die Lösung sein. Das ist kein konsequentes Handeln, sondern politisches Wunschdenken”, sagt Ivens. 

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Die Seevetaler Liberalen sehen in den aktuellen Planungen massive Probleme für ihre Gemeinde. Besonders die Dimensionen der Bauwerke stoßen auf Kritik: 18 Meter hohe Brücken und bis zu 70 Meter breite Trassen sollen durch Seevetal führen.

Kritik an Hamburger Planung

Jens Schnügger, Vorsitzender der FDP-Seevetal, bemängelt zudem die fehlende Gesamtplanung: „Eine Neubaustrecke mit Enteignungen und massiven Eingriffen in die Natur macht schlicht keinen Sinn, zumal die zentralen Probleme von den Planungen nicht berührt werden”, sagt Schnügger. Besonders die Hamburger Engstellen wie Elbbrücken und Hauptbahnhof müssten laut den Seevetaler Liberalen in die Planungen einbezogen werden.

Forderung nach Alternativlösung

Die FDP-Seevetal plädiert stattdessen für eine Weiterentwicklung der bestehenden Alpha-E-Lösung. Diese solle kritisch, aber sachlich vorangetrieben werden, anstatt neue Schneisen durch das bereits stark belastete Gemeindegebiet zu schlagen. (dh)

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