
Seevetal/Landkreis Harburg. Die schnelle Hilfe bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand im Landkreis Harburg wird noch effektiver: Die Polizei beteiligt sich ab sofort am System der Mobilen Retter. Die ersten Polizistinnen und Polizisten sind bereits geschult und können bei Notfällen alarmiert werden.
Landrat Rainer Rempe zeigt sich erfreut über die Verstärkung: „Die Mobilen Retter sind gerade in unserem Flächenlandkreis eine wertvolle Unterstützung unseres Rettungsdienstes”, sagt er. Die Praxis habe bereits mehrfach bewiesen, dass dieser Einsatz Leben retten könne.
Polizeioberrat Sebastian Pölking, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Harburg, betont die Bedeutung der Kooperation: „Menschen in Not zu helfen ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Gerade im Einsatz- und Streifendienst kommt es ohnehin regelmäßig vor, dass Erste Hilfe geleistet wird.”
Erfolgreiche Bilanz der Mobilen Retter
Die Zahlen sprechen für sich: 719 Mobile Retter sind bisher ausgebildet. In 255 Einsätzen konnten sie bereits Leben retten. Besonders wichtig: Die Ersthelfer waren durchschnittlich schon nach viereinhalb Minuten vor Ort und konnten mit der Reanimation beginnen.
Schnelle Hilfe über App-System
Wenn ein Notruf wegen eines nicht atmenden Menschen eingeht, werden seit Juli 2023 auch Mobile Retter in der Nähe per App alarmiert. Die GPS-Funktion ihrer Mobiltelefone ermöglicht eine punktgenaue Ortung. Parallel zum Rettungsdienst erhalten sie die Einsatzdaten und eine Navigation zum Notfallort.
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Der Landkreis Harburg sucht weiterhin Verstärkung für das Netzwerk. Besonders Menschen mit medizinischer Vorbildung wie Feuerwehrleute oder Krankenhauspersonal sind willkommen. Interessierte können sich bei Florian Fietz, dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle, per E‑Mail unter mobileretter@lkharburg.de melden. (tj)














