
Winsen(Luhe)/Landkreis Harburg. Vor der Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn zur geplanten ICE-Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover haben am Donnerstag Kommunalpolitiker ein Zeichen gesetzt.
Landrat Rainer Rempe (CDU), Seevetals Bürgermeisterin Emily Weede (CDU) und mehrere Bürgermeister der Region protestierten gemeinsam gegen die Pläne einer Neubautrasse entlang der A7 und forderten stattdessen die Umsetzung der ursprünglich vereinbarten Alpha-E-Variante, die einen Ausbau der Bestandsstrecke vorsieht.
Die Lokalpolitiker unterschrieben ihre Forderung auf einem Plakat. Darauf befanden sich auch die Unterschriften von Bundestags- und Landtagsabgeordneten, die aufgrund von parallel stattfindenden Sitzungen in Berlin und Hannover nicht persönlich anwesend sein konnten.
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Der Protest vor der Stadthalle Winsen fand während der von der DB InfraGo AG organisierten Bürgerinformationsveranstaltung statt, bei der die Bahngesellschaft ihre Vorplanungen für die umstrittene Neubaustrecke präsentierte. Die Veranstaltung war als offener Informationsmarkt mit verschiedenen Themeninseln konzipiert.
Keine Kommunikation zwischen Protestierenden und Bahn
Die Bürgermeister und der Landrat wollten das Protestplakat an Vertreter der Deutschen Bahn übergeben. Nachdem jedoch innerhalb einiger Minuten niemand von der Bahn im Foyer der Stadthalle erschien, verließen die Protestierenden den Ort wieder.

Kurz darauf trafen Vertreter der Bahn ein, doch zu diesem Zeitpunkt waren die Kommunalpolitiker bereits vor die Tür abgezogen. Es kam zu keinem Zusammentreffen mehr, da die Protestierenden nach diesem Vorfall nicht mehr mit der Bahn reden wollten.
Politiker kritisieren Terminwahl der Bahn
Die Terminwahl der Deutschen Bahn hatte bereits im Vorfeld für Unmut gesorgt. In einem offenen Brief an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatten die Bundestagsabgeordneten Cornell Babendererde (CDU) und Svenja Stadler sowie die Landtagsabgeordneten Jan Bauer, André Bock und Nadja Weippert ihre Kritik deutlich gemacht. Sie warfen der DB InfraGo AG vor, den Termin bewusst auf einen Tag gelegt zu haben, an dem sowohl der Deutsche Bundestag als auch der Niedersächsische Landtag Sitzungen abhielten.
„Vor dem Hintergrund, dass der DB InfraGo AG die ablehnende Haltung unserer Region gegenüber den Ende Juni 2025 veröffentlichten Neubauplänen sehr wohl bekannt ist, gehen wir davon aus, dass dieser Termin bewusst gewählt wurde, um die parlamentarischen Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises Harburg von der Veranstaltung aktiv auszuschließen”, hieß es in dem Schreiben. (JOTO)















