
Seevetal/Meckelfeld. Jetzt wehrt sich Meckelfeld! Bürgermeisterin Emily Weede hat an dem schmalen Verbindungsweg zwischen Hillenklint und dem Vossloh Rail Center im Hamburger Stadtteil Rönneburg massive Poller aufstellen lassen, die die Breite passierender Fahrzeuge auf 2,20 Meter beschränken. Damit sollen Lkw gestoppt werden, die das Schienenwerk in südliche Richtung verlassen wollen.
Die offizielle Zufahrt zu dem Vossloh-Betrieb war seit 11. Februar gesperrt, als der Intercity-Express 613 auf dem Bahnübergang „Reller“ mit einem Sattelschlepper zusammenstieß, der mit Schienen aus dem Rail Center beladen war. Bei dem Unfall starb ein ICE-Fahrgast. Wenig später ließ Vossloh den Weg nach Meckelfeld provisorisch herrichten, um nicht nur für Lkw, sondern auch für seine Mitarbeiter eine Zufahrt zu sichern. seevetal-aktuell.de berichtete.
Dieses Provisorium soll nach dem Willen der Hamburger Verkehrsbehörde und der Deutschen Bahn InfraGo nun zur Dauerlösung werden. Das ist nur auf Umwegen bekannt geworden, als nämlich das Bezirksamt Harburg eine Anfrage des Bezirksabgeordneten Michael Sander (Grüne) nach der Zukunft des Bahnübergangs beantwortete: Nach einer Bahnsonderschau im März 2025 sei beschlossen worden, den Bahnübergang zum Jahresende komplett zu schließen.
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Außerdem habe die Deutsche Bahn ein Planungsbüro beauftragt, „einen Ersatzweg zu errichten, der von der Firma Vossloh in südlicher Richtung über die Straße ‚An der Eisenbahn‘ führen und die Erschließung des Werksgeländes sichern könnte“.
„Hamburg, die Deutsche Bahn oder ein Planungsbüro haben bisher keinerlei Kontakte zur Gemeinde aufgenommen“, sagt Emily Weede. „Wir werden uns so ein arrogantes Verhalten gegenüber der Gemeinde nicht bieten lassen.“ Seevetal sehe jedenfalls keine Notwendigkeit über Gemeindegebiet eine Zufahrt für ein Hamburger Unternehmen zu genehmigen. (ag/tj)

















