Seevetal/Meckelfeld. Der Landkreis Harburg zieht eine erschreckende Bilanz seiner Geschwindigkeitskontrollen an Schulen. Nach dem Start des neuen Schuljahres haben die Messungen ergeben, dass mehr als jeder zehnte Autofahrer die Tempobegrenzungen missachtet.
Susanne Novotny, Leiterin der Abteilung Bürgerservice/Verkehr der Kreisverwaltung, zeigt sich alarmiert: „Ein ernüchterndes und erschreckendes Ergebnis”, sagt sie. Bei sieben Kontrollen an vier Vormittagen erfassten die Messgeräte 1.023 Temposünder im Landkreis Harburg. Das entspricht elf Prozent aller kontrollierten Fahrzeuge.
Besonders kritisch ist die Situation in Hollenstedt. Dort waren fast 16 Prozent der Fahrzeuge zu schnell unterwegs. Ein Autofahrer wurde dort mit 63 Stundenkilometern in der Tempo-30-Zone gemessen. In Meckelfeld erwischten die Kontrolleure einen weiteren Raser mit 62 km/h. Wer derart deutlich zu schnell fährt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Die Raser erwartet ein Bußgeld von 260 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot.
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Intensive Kontrollen werden fortgesetzt
Der Landkreis verfügt über ein umfangreiches Arsenal an Messgeräten: sieben stationäre Blitzer, drei kombinierte Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen in Elstorf und Neu Wulmstorf, zwei Blitzeranhänger und vier mobile Anlagen mit Laserscannertechnik. „Wir werden die Tempokontrollen gerade an den Schulen fortsetzen”, sagt Novotny.
Besondere Gefährdung für Schulkinder
Gerade Schulanfänger müssen sich erst an den Verkehr gewöhnen. Sie können Entfernungen und Geschwindigkeiten oft nicht richtig einschätzen und reagieren langsamer als Erwachsene. „Rasen an Schulen ist kein Kavaliersdelikt”, betont Novotny. Die erhöhte Geschwindigkeit könne fatale Folgen haben. (dh)

















