Meckelfelder Reetdachhaus erneut überflutet – Familie fordert Handeln

Sonja Zembrodt und ihr Mann bei den Aufräumarbeiten vor dem historischen Wohnhaus in Meckelfeld. Foto: Hamann
Sonja Zembrodt und ihr Mann bei den Aufräumarbeiten vor dem historischen Wohnhaus in Meckelfeld. Foto: Hamann
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Seevetal/Meckelfeld. Es war ein Riesenschreck für Familie Zembrodt aus Meckelfeld, als am Dienstagabend das Tiefdruckgebiet „Isaac“ über Seevetal hinwegzog. Erst schreckte das Gewitter die Besitzer eines der letzten historischen Reetdachhäuser am Meckelfelder Schulteich auf. Minuten später lief dann der Meckelfelder Schulteich nahe der Bücherei Seevetal über. 

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Binnen kurzer Zeit erreichten die Wassermassen die Außenwand des 1837 erbauten Reetdachhauses. Wenige Sekunden später drang das Wasser durch die Türen und flutete das Wohnhaus – mit im Gepäck: jede Menge Sand, Dreck und Schlamm.

„Wie eine Sintflut kam das Wasser in unseren Garten. Nullkommanichts standen wir hier knietief im Wasser“, sagt Tochter Sonja Zembrodt m Gespräch mit seevetal-aktuell.de. Ihr Vater ist in dem schmucken Reetdachhaus aufgewachsen und auch die Familie hat ein solches Unwetter bereits erlebt. 

Das Reetdachhaus von Familie Zembrodt in Meckelfeld. Foto: Hamann

Nach den letzten Malen hat man vorgesorgt. „Zum Glück hatten wir noch ein paar Sandsäcke. Die haben wir schnell herausgeholt und konnten somit verhindern, dass das Wasser sich im ganzen Haus verteilt“, so die Tochter.

Zuletzt sorgte ein Unwetter vor rund zehn Jahren für eine ähnliche Situation. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte die Familie nun wieder allerhand zu tun. Mit Handtüchern und Sandsäcken schützte man sich vor den weiteren Wassermassen. Der gesamte Garten war überflutet. Die Feuerwehr rückte an und brachte weitere Sandsäcke. So konnte man eine weitere Überflutung verhindern.

Die Bücherei Seevetal und der Schulteich in Meckelfeld stehen vollkommen unter Wasser. Foto: Hamann
Die Bücherei Seevetal und der Schulteich in Meckelfeld stehen vollkommen unter Wasser. Foto: Hamann

Die ganze Nacht verbrachte Familie Zembrodt mit der Beseitigung der Schäden. Wenn das Wasser zurückgeht, bleiben Sand und Schlamm. „Gegen die Feuchtigkeit in den Gardinen kämpften wir mit einem Fön an“, berichtet die Tochter gegenüber seevetal-aktuell.de. Nach dem Unwetter bleibt die Stimmung getrübt. Die Familie ist verärgert wegen der Untätigkeit der Gemeinde Seevetal und des Landkreises Harburg.

Bereits vor Jahren wurde klar, dass größere Rohrleitungen verbaut werden müssen, um die Wassermassen bei einem Starkregenereignis rund um den Schulteich aufnehmen und ableiten zu können. Bei der Erkenntnis ist es nach Informationen der Familie geblieben – passiert ist nichts. „Uns wurde schon nach dem letzten Regenereignis gesagt, dass die Überflutung an zu kleinen Rohrleitungen liegt. Damals stand auch die Kreuzung unter Wasser, und der örtliche Edeka-Markt Dalinger war überflutet“, erinnert Sonja Zembrodt.

Dankbar war man in der Nacht für den Einsatz der Feuerwehr. Sandsäcke und Pumpen haben Schlimmeres verhindert. „Wir möchten ein ganz großes Dankeschön an die Retter der Feuerwehr richten. Erst stand man uns mental und dann mit Pumpen und Sandsäcken zur Seite“, sagt die Tochter der Familie.

Ortsbürgermeister Peter Langenbeck reagierte noch in der Nacht auf die Unwetterschäden. Foto: Screenshot Facebook

Von der Gemeinde Seevetal und dem Landkreis Harburg fordert die Familie jetzt eine Reaktion. Man müsse endlich tätig werden, bevor der nächste Starkregen wieder das historische Haus flutet. Ortsbürgermeister Peter Lagenbeck (CDU) reagierte noch in der Unwetternacht mit einem Beitrag auf Facebook auf die Schäden im Dorf: „Es wird Zeit, dass die Rohre vom Schulteich und unter der Straße An den Höfen einen größeren Querschnitt bekommen.“ Ein Bewohner Meckelfelds reagierte darauf und forderte die Politik auf, sich bei diesem Thema endlich zu bewegen und nicht nach ein paar Wochen wieder zur Tagesordnung überzugehen. 

Seevetals Bürgermeisterin Emily Weede sagte auf Anfrage von seevetal-aktuell.de, dass man sich dem Thema jetzt annehme. „Wir werden mit dem Landkreis Harburg intensiv sprechen, dass die Kreuzung saniert wird und die Regenwasserkanäle auf die heutigen Gegebenheiten angepasst werden”, so Weede. 

(dh)

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