Seevetal/Hittfeld. Für acht geflüchtete Frauen bedeutet das Fahrradfahren mehr als nur Mobilität – es ist der Schlüssel zu mehr Freiheit und Unabhängigkeit. Am vergangenen Wochenende nahmen sie in Hittfeld an einem speziellen Fahrradtraining teil, das die Gemeinde Seevetal in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte.
Eine Teilnehmerin aus Afghanistan berichtet von ihrer Angst nach einem Unfall, sich wieder aufs Rad zu setzen. Ohne Auto und mit schlechter Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel bedeutet das fehlende Mobilität im Alltag. Das Training soll ihr und den anderen Teilnehmerinnen nun neue Perspektiven eröffnen.
Heba Yhya, die als Übersetzerin den Kursus begleitet, kennt die Herausforderungen aus eigener Erfahrung. „Ich möchte den Frauen an diesem Wochenende Mut machen. Das sichere Radfahren ist so viel mehr als Mobilität, es bedeutet Teilhabe, Unabhängigkeit und Freiheit”, sagt die Übersetzerin, die vor zehn Jahren selbst nach Deutschland kam.
„Integration besteht aus vielen Bausteinen”, sagt Catharina Santos, Sozialpädagogin der Gemeinde Seevetal. Die Organisatorin des Angebots betont: „Mit vielen kleinen Schritten können die Menschen in unserer Gesellschaft ankommen, Mobilität und Selbstständigkeit spielen dabei eine wichtige Rolle.”
Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Am Sonntag, 18. Mai lädt die Gemeinde zum großen Fahrradtag an der Grundschule Hittfeld ein. Von 11 bis 14 Uhr erwarten die Besucher Fahrradchecks, ein Sicherheitsparcours und Informationen rund um die Verkehrssicherheit. Die Veranstaltung wird vom Präventionsrat, der Polizei Seevetal, der Flüchtlingshilfe und der Fahrradwerkstatt Maschen unterstützt. (tj)

















