Seevetal/Meckelfeld. Eine großangelegte Feuerwehr- und Rettungsübung fand am heutigen Samstag im Pflegeheim „Zur Pulvermühle” in Meckelfeld statt. „Wir haben die Übung ein dreiviertel Jahr geplant”, sagt Torben Otte, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Meckelfeld.
In der Einrichtung des Unternehmens KerVita an der Mattenmoorstraße leben derzeit 103 Bewohner. Davon viele mit körperlichen Einschränkungen. Für die Feuerwehr bedeutet dies im Ernstfall eine besondere Herausforderung in der Personenrettung.
Das Übungsszenario startete um 10 Uhr mit der Auslösung der Melder bei der Feuerwehr Meckelfeld. Auch ein Sirenenalarm im Ort wurde ausgelöst. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein simulierter Brand durch Nebelmaschinen im Keller, dessen Rauch sich über den Fahrstuhlschacht in die oberen Etagen ausbreitete.

Die Freiwillige Feuerwehr Meckelfeld war binnen Minuten mit einem Löschfahrzeug und Drehleiter vor Ort.
Für einen möglichst realistischen Ablauf sorgten neun geschminkte Darsteller, die sich im Gebäude versteckten. Zusätzlich mussten die Einsatzkräfte zwei Übungspuppen aus dem Gebäude retten. Während der Übung befanden sich zwölf Pflegekräfte im regulären Dienst.

Komplexes Übungsszenario fordert Einsatzkräfte
Im Verlauf der Übung wurden weitere Einsatzkräfte aus Moor und Maschen sowie der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Seevetal nachalarmiert. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) beteiligte sich mit drei Rettungswagen und einem Notarztfahrzeug. Auch ein leitender Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst waren im Übungseinsatz eingebunden.
Positive Bilanz der Verantwortlichen
Nach rund 1,5 Stunden war die Übung beendet. Insgesamt waren 34 Feuerwehrleute im Einsatz. „Die Übung ist gut verlaufen. Es gab eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Rettungsdienst und der Feuerwehr”, sagt Matthias Köhlbrandt, Pressesprecher der Feuerwehr Seevetal. „Es konnten viele Erkenntnisse gewonnen werden, die in Zukunft zum Wohle aller eingesetzt werden.”

Ortsbrandmeister Otte zeigt sich ebenfalls zufrieden: „Es war für uns alle eine gute Übung. Danke an die Darsteller, die diese Übung echt haben wirken lassen. Besonderer Dank gelte auch dem Unternehmen KerVita und Heimleiter Nico Alonso Sanchez für die Möglichkeit, in der Einrichtung zu üben.
Auch Alonso Sanchez bedankte sich für die erfolgreiche Übung: „Wir sind für den Ernstfall gut gerüstet. Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr lief gut, und unser Heimpersonal hat besonnen auf die Bewohner reagiert. Es gab keine Angstzustände oder besondere Herausforderungen, was für die gute Vorbereitung spricht. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Übungen in der Zukunft.”

Zum Abschluss wurde den Einsatzkräften, als Dank ein herzhaftes Essen serviert: Gegrilltes, deftige Gulaschsuppe sowie heiße und kalte Getränke sorgten für einen gemütlichen Ausklang. (dh)
















